Skip to main content

Porsche

911 Magazin
Ausschnitte aus der Ausgabe 2000 / 2001

Die Zeitschrift des Porsche 911-Club Norddeutschland e. V.





Inhaltsverzeichnis:
Motorsport-Messe in Koblenz
Frühjahrsausfahrt nach Cochem an die Mosel
Oldtimer Grand Prix
Internationales Osnabrücker ADAC Bergrennen
Lausitzring mit dem PC Berlin

Herausgeber:
Porsche 911-Club
Norddeutschland e. V.

Am Katzenberg 7, 38530 Didderse
Telefon 0 53 73 / 71 85

V.i.S.d.P.: H.-G. Scholz

Bankverbindung:
Postbank Hamburg
BLZ 200 100 20
Konto 48 08 02 200

Copyright abgedruckte Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Wir behalten uns vor, eingereichte Beiträge zu kürzen. Für unverlangt eingesandte Manuskripte und Fotos o. ä. wird keine Haftung übernommen. Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck nur mit Genehmigung des Herausgebers mit voller Quellenangabe!



Motorsport – Messe in Koblenz
26. und 27. Februar 2000
Hans-Georg Scholz

Nachdem Ingo Rübener diese Messe erstmals 1999 durchführte, und recht gute Resonanz feststellen konnte, war eine Folgeveranstaltung in diesem Jahr bereits frühzeitig geplant.

Von Ingo bekannt, wurde auch kräftig die Werbetrommel gerührt, was zu einer adäquaten Ausstellerfülle und –qualität führte. Da ich im letzten Jahr leider keine Zeit zum Besuch der Messe hatte, erklärte ich frühzeitig (leichtfertig) meine Bereitschaft, unseren Club mit einem Stand hier zu vertreten. Der Termin rückte immer näher. Unser Stand wurde bei den Gesprächen mit Ingo immer größer und größer – von ursprünglich "einer kleinen Ecke" sollten schlussendlich annähernd 200 m² Standfläche zur Verfügung stehen.

Um die auszustellenden Fahrzeuge kümmerte sich Ingo. Auf Grund der Standgröße nahm ich mit der Porsche-Clubbetreuung Kontakt auf, um den "Messestand für Clubs" für diese Veranstaltung nachzufragen bzw. zu reservieren. Was für ein Glück, der Stand sollte wenige Tage vorher aus Paris zurückkommen.

Um Kosten zu sparen nahm ich mir am Freitag, den 25. Februar, Urlaub, und machte mich in der Nacht mit einem geliehenen Transporter auf den Weg zum Porsche-Messelager in der Nähe von Stuttgart, wo ich den Messestand abholen konnte.

Bei den vorhergehenden Erkundigungen nach den Packmaßen der diversen Gegenstände, musste ich dann in der Halle trocken schlucken, als mir der Verlademeister die Vielzahl und vor allem die Größe der Kisten, welche ich mitnehmen wollte, zeigte, und auch schon nach einem Anhänger oder zweiten Fahrzeug Ausschau hielt.

Lange Rede kurzer Sinn – nun galt es zu entscheiden, was stehen bleiben sollte bzw. was in andere Kisten umgepackt werden konnte. Nach satten zwei Stunden und der freundlichen Mithilfe der Lagerarbeiter, konnte ich die Weiterfahrt nach Koblenz mit dem bis unters Dach beladenen Transporter aufnehmen.

Gegen 15.00 Uhr trudelte ich an der Sporthalle Oberwerth ein. Erste Anzeichen von Müdigkeit stellten sich ein. Nach kurzer Suche fand ich Ingo, welcher sich sogleich um helfende Hände von einem Ford-Club bemühte, als auch um einen Frontlader, welche/r mir beim Ausladen der schweren Kisten geholfen hatten – der Sportboden in der Halle durfte nicht mit größeren Fahrzeugen befahren werden, so dass alles vor der Halle entladen wurde, und dann zum jeweiligen Stand transportiert.

Horst Osterkamp und sein Vater hatten Horsts Carrera und den Renn-Alpine bereits in die Halle gestellt, und holten nun die vom Porsche-Zentrum Koblenz zur Verfügung gestellte 996er auf den Stand, um diese zu positionieren. Als große Hilfe stellte sich auch Alexander Post dar, welcher am späten Nachmittag seinen turbobreiten Carrera Targa brachte und mir bei der "Standmontage" tatkräftig zur Seite stand.

Des weiteren konnten wir auf unserem Stand noch einen 66er Rallye 911, einen 550-Nachbau und Ingos Carrera RS zeigen. Nach mühevollen Stunden war der Stand dann aufgebaut. Zwischendurch konnte ich auch Sonja Rübener begrüßen. Am Abend war ich stehend K.O.. Nach kleinem Umtrunk konnte ich gegen 23.00 Uhr ins Bett fallen – endlich.

Am Sonnabendmorgen nach gut verbrachter Nacht und einem kräftigen Frühstück wieder gut beisammen, ging's gegen 9.00 Uhr zum Messegelände. Rainer Will kam ebenfalls noch mit seinem roten Carrera Coupé auf den Stand. Tagsüber haben wir verschiedene Videos von unseren Ausfahrten gezeigt bzw. die immer wieder gern gesehene Ruf-Kassette mit dem CTR auf der Nordschleife – ist schon göttlich.

Durch zwei Glasvitrinen, Bestand des "Porsche-Club Messestands", konnten wir verschiedene Modelle, Fachzeitschriften, Bücher und andere Accessoires ansprechend zur Schau stellen, welches auch großes Interesse erregte. Am Nachmittag besuchte neben Alexander Post und seiner Freundin auch Familie Wulfert unseren Stand und versorgte uns mit Leckereien – das war sehr gut angekommen!

Gegenüber dem gestrigen Tag war am Sonnabend ausgesprochen schönes Wetter, und der Besucherandrang rege. Am Abend brachte das Regionalfernsehen einen kurzen Bericht über die Messe – und als Aufmacher das röhrende Motorengeräusch des Rallye-911ers von unserem Stand!

Am Sonntag, wieder bei sehr schönem Wetter, war das große Zuschauerinteresse an der Veranstaltung unverkennbar. Selbstverständlich erkundigten sich auch die Standbesucher nach unserem Club und den Aktivitäten, welcher aber hier in der Region völlig unbekannt war. Doch Alexander als "Einheimischer", konnte hier interessante Kontakte knüpfen, und es war festzustellen, einander bereits im Straßenverkehr begegnet zu sein – so von 11er-Fahrer zu 11er-Fahrer.

Da ich nicht zu spät meine Heimreise antreten wollte, verpackten wir am Nachmittag schon einmal den Stand wieder teilweise in die Kisten. Ich machte mich dann gegen 16.00 Uhr auf den Weg. Die Messe schloss gegen 17.00 Uhr ihre Pforten. Alexander, Ingo, Rainer und Co. kümmerten sich um den restlichen Abbau des Stands.

Im nachhinein war es zwar eine recht gelungene Veranstaltung, aber wir stellten uns die Frage, ob es sich für uns mit diesem Aufwand lohnt.


Frühjahrsausfahrt an die Mosel
5. bis 8. Mai 2000
Hans-Georg Scholz

Meine Frau Marion und ich hatten die Anreise nach Cochem am Freitag mit unserem Carrera Coupé aus Frankreich startend aufgenommen.

So konnten wir bereits ab Sierck-les-Bains entlang der Mosel "flanieren". In Schengen sind wir auf die luxemburgische Seite gewechselt und über Remich, Grevenmacher - hier noch-einmal vollgetankt, nach Trier gefahren, um über Mehring wieder direkt entlang der Mosel zu fahren – es war einfach herrlich – nur zur Erinnerung, der Mai bereitete ganz Deutschland zu dieser Zeit sehr warme und schöne Tage – dieses war für uns schon eine groß-artige Einstimmung für dieses Wochenende.

Eine größere Straßenbaustelle in Alf lenkte unsere Aufmerksamkeit von der Umgebung etwas ab, so dass wir fast die am Straßenrand winkende Thea (Friedmann) nicht gesehen hätten!

Was für eine Überraschung. Thea und Franz-Hubert legten auf Ihrer Anreise hier eine Mittagspause ein, der wunder-schöne bordeauxrote 71er 911 T Targa stand auch noch am Straßenrand – wie peinlich, wenn wir tatsächlich vorbeigefahren wären!

So aber setzten wir uns nach herzlicher Begrüßung dazu. Die letzten Kilometer haben wir dann gemeinsam unter die Räder genommen.

Im "Hotel Müller" angekommen, welches direkt an der Mosel liegt, begrüßten uns von der Terrasse bereits Gottfried Briest mit Angelika sowie Dagmar und Dieter Dittmann. Deren beiden 911 S Targa (ein 2,2er und eine 2,4er) standen vor dem Hotel, und nachdem wir unsere 11er dazustellten, zogen diese bereits interessierte Blicke der Vorbeigehenden auf sich.

Nachdem im Laufe der Zeit noch Volker und Sabine Engelkes mit ihrem dunkelgrünen 911 SC Coupé, Harald Brüttner und Frau mit der Neuanschaffung, einem 993 Coupé, Oliver Schrader und Frau mit ihrem Turbo, Jochen Wawer mit Angela im Carrera Targa, Holger und Anja Scholz mit dem indischroten 911 Coupé, Wolfram und Monika Thonemann mit dem Turbo, eingetroffen sind, haben wir gegen 18.30 Uhr gemeinsam zu Abend gegessen.

Am nächsten Morgen gegen 10.00 Uhr starteten wir unsere Ausfahrt. Die Strecke ging über Treis-Karden – Mittelstrimmig – Blankenrath – Kappel – auf die Hunsrück-Höhenstrasse. Hier machten wir am Aussichtspunkt "Stumpfer Turm" eine kurze Rast, um die wirklich schöne Aussicht zu genießen. Weiter ging es über die B 50 nach Bernkastel-Kues, um eine (kurze) Ortsbesichtigung aufzunehmen. Nach dem Aufenthalt folgten wir der Mosel in Richtung Cochem.

In Zell haben wir uns dann in Gruppen mit verschiedenen Zielen wie z. B. nach Trier, zum Nürburgring oder, welcher wir uns anschlossen, nach Rückfahrt zu unserem Hotel zu einem Spaziergang zum Schloss Cochem mit dessen Besichtigung aufgeteilt. Hier nocheinmal zur Erinnerung – wir hatten fantastisches, sonniges Wetter – es war wirklich herrlich. Abends trafen wir uns zum gemeinsamen Abendessen wieder in unserem Hotel, um anschließend an einer Weinprobe im Ort teilzunehmen mit denkbar gemütlichem Ausklingen des Tages.

Sonntagmorgen sind wir um 10.30 Uhr mit dem Schiff nach Beilstein gefahren – mit Schleusengang – um uns dort den wunderschönen Ort sowie die Reste der Burg Metternich anzusehen, wobei man von hier einen wunderschönen Ausblick auf die Mosel genießen konnte.

Zum Mittagessen sind wir in ein gemütliches Restaurant eingekehrt. Wichtig natürlich auch die Übertragung des Formel 1 Rennens nach dem Mittagessen. Gegen 15.00 Uhr haben wir die gemeinsame Rückfahrt angetreten.

Einige begaben sich anschließend auf die Heimreise. Der Grossteil aber ließ den Sonntag gemütlich in Cochem ausklingen, und begab sich erst am Montagmorgen wieder auf die Heimreise.


Oldtimer Grand Prix 2000
3. bis 6. August 2000
Hans-Georg Scholz


Da ich mich noch im Sommerurlaub befand, konnte ich bereits am Freitag zum Nürburgring anreisen. Dieses nutzte ich auch für ein Gespräch mit Clubkameraden in Köln. Auf dem Zeltplatz angekommen, freute ich mich, alte Bekannte vom PC GB wieder zu sehen, welche sich seit einigen Jahren mit zu uns auf den Platz gesellen. Auch die "Schweinfurter" aus dem letzten Jahr hat es wieder zu uns gezogen. Nach dem Zeltaufbau schaute ich mich etwas auf dem Zeltplatz um. Hier habe ich Ulrich Kämpfer getroffen. Er war mit seinem 924er auf dem Zeltplatz vom 924/944-Club – was sich ja als Club-Präsident auch so gehört. Zur Erinnerung – der 924 feierte in diesem Jahr 25-jähriges Produktions-Jubiläum, was mit einer Präsentation am Porsche-Zelt im Fahrerlager gefeiert wurde.

Gegen Abend sind dann Detlef Wenzel und Jochen Wawer gekommen. Beim abendlichen Grillen gesellte sich Ralf Hallmann vom klassischen 911-Club mit zu uns auf den Zeltplatz, und stellte beim Auspacken fest, sein Zelt nicht eingepackt zu haben. Aber er fand schnell einen Platz in einem unserer Zelte.

Jochen nutzte einmal mehr die Gelegenheit, mehrfach die Nordschleife zu befahren. Peter Petersson war mit Freunden ebenfalls auf dem Zeltplatz. Oliver Schrader ist am Samstag zum "Rennen sehen" gekommen, abends aber wieder heimgefahren.

Voller Entsetzen musste ich Samstagnachmittag feststellen, dass sich das Getriebe an meinem Carrera 2,7 nur noch sehr schwer schalten ließ. Nach ersten schlimmen Befürchtungen, stellte ich aber schnell fest, dass lediglich die Kupplung eingestellt werden müsste – aber auf dem Zeltplatz an diesem doch recht tief liegenden Wagen??

Nach dem Umsehen nach Stellmöglichkeiten, um unter das Getriebe zu kommen, fragte ich kurzerhand auf dem benachbarten Platz nach einigen mir passend erscheinenden Holzbalken, welche für deren abendliches Lagerfeuer ausersehen waren. Nach Beteuerungen meinerseits, diese nicht unter fadenscheinigen Aussagen für das eigene Lagerfeuer zu benötigen, auch wieder zurückzubringen, baute ich mir eine abenteuerliche "Auffahrrampe".

Wichtig bei diesem Vorhaben!! Der 11er Schlüssel. Und schon stellte ich die Kupplung nach – und klappte sogar.

Einige Mitglieder des auf der gegenüberliegenden Seite untergebrachten Scirocco-Clubs schauten meinem Treiben allerdings doch recht argwöhnisch (unauffällig) zu. Ob denn der 11er-Fahrer so etwas selbst hinbekommt?? Tja!!

Da meine Familie mir nur zwei Tage für den OGP freigegeben hat, begab ich mich Samstagabend wieder auf die Heimfahrt.


Int. Osnabrücker ADAC Bergrennen
11. bis 13. August 2000
Hans-Georg Scholz

Seit mehreren Jahren war mir diese Veranstaltung bekannt, doch leider terminlich oft mit dem OGP zusammengefallen.

In diesem Jahr nahm Ingo Rübener mit dem Organisator Bernd Stegmann Kontakt auf, um ähnlich dem seit 2 Jahren durchgeführten Sonderlauf für Porsche 914 einen Sonderlauf für Porsche 911 und unserem Club zu organisieren. Herr Stegmann war von der Idee sehr angetan, so dass man sich schnell einig war. Auch hat diese Möglichkeit bei vielen 911er-Fahrern Interesse hervorgerufen.

Auch Ralf Hallmann vom klassischen 911-Club war von dieser Idee sehr angetan, und machte bei seinen Clubkameraden Reklame für diese Veranstaltung. Sehr großes Glück hatten wir auch mit dem Wetter – einige Tage vorher hat es noch geregnet, und die vorgesehenen Stellplätze für die Teilnehmer ("Fahrerlager") war auf Wiesen vorgesehen – bei Regen wären wir hier jämmerlich im Schlamm versunken – eigentlich dann kaum durchführbar. Doch wie gesagt – wir hatten Glück und die Sonne schien – größtenteils zumindest.

Da die technische Abnahme bereits Freitagnachmittag möglich war, waren bereits Ingo und Sonja Rübener mit Felix und der gelben "Geldvernichtungsmaschine", Horst Osterkamp mit einem Freund, mit Wohnmobil und seinem getrailertem Carrera Coupé, Jochen Wawer mit seinem roten Carrera Targa, Ralf Hallmann mit seinem hellgrünen 911 T Targa und ich dann mit Multivan und getrailertem Carrera 2,7 Targa angereist.

Am Abend sind auch Andreas und Claudia Vogt mit Ihren Cabrios aus Bünde gekommen. Wir (s)aßen lange gemeinsam am Grill. Am Samstagmorgen war Claudia Vogt mit ihrem turbobreiten Carrera Cabrio fest entschlossen, möglichst noch eine Nachnennung für eine Teilnahme zu erreichen. Dieses war aber leider nicht mehr möglich – schade.

Für mich hieß es: 7.00 Uhr aufstehen – gleich um 8.00 Uhr zur Papierabnahme und anschließend technische Abnahme bei uns am Platz. Sodann stellte ich mich mit den anderen zum 1. Trainingslauf an – so früh, dass wir unter den ersten Fahrzeugen waren.

Doch nun begann das Warten – gegen 9.00 Uhr hätte es losgehen sollen – und nichts passierte – keine Streckenfreigabe – warten und warten – fand ich schon nervig (halt keine Bergrennerfahrung!). Aber dann gegen 10.00 Uhr ging es endlich los – ein etwas mulmiges Gefühl in meinem Magen – Helm aufsetzen – vorfahren zum Vorstart – Karte zum abstempeln heraushalten – zur Startlinie vorrollen – bloß nicht zu viel Gas geben und die Kupplung zu stark kommen lassen, denke ich mir noch – und los geht's, die Startflagge fällt – der Carrera-Motor grollt auf – ein ca. 500 Meter langes gerades Stück Straße leicht bergauf – "Gleichmäßigkeitslauf" schießt es mir noch durch den Kopf, nicht so hastig Junge – dann die erste Linkskurve – noch recht vorsichtig hineinschnuppern – zwar eng, aber nächstes Mal geht mehr – kurz darauf eine enge Rechts und wieder ca. 600 Meter geradeaus – nun muss laut Streckenplan eine Rechts-Links-Passage folgen – wieder vorsichtig rein – oooh!! tückische Bodenwellen – kurz beschleunigen – in die Links – und wieder Gas – geradeaus – und nun eine Links, verdammt ist die eng, sah nicht so eng aus auf dem Streckenplan – kurzes Stück geradeaus mit anschießender langgezogener Rechtskurve – Linkskurve – und wieder Gas – jetzt noch eine Links und eine nicht zu enge Rechtskurve – da ist schon das Ziel in Sicht – bloß nicht zu früh Gas wegnehmen – geschafft – Mann, war ja richtig suuuper!!

Und nun wurde man in die Warte- (Rückführungs-) zone geleitet. Hier konnten ca. 60 Fahrzeuge platziert werden, um bei voller Wartezone alle zusammen auf der soeben befahrenen Bergauf-Strecke wieder zurück zum Ausgangspunkt fahren zu lassen.

Bei ca. 220 genannten Teilnehmern konnte man sich nach der Rückführung an das Ende der (entsprechend langen) Schlange der Wartenden einreihen, oder aber zurück zu seinem Standplatz im Fahrerlager fahren.

Im Laufe des Vormittags kamen noch Sabine und Klaus Seewald mit Angela Wiese im SC Targa, Karin und Roland Kuchel mit deren Carrera Cabrio und Sönke mit seiner Freundin nebst Carrera 4 Coupé.

Bei regelmäßigem wieder anstellen, konnte man bis zu fünf mal am Samstag die Strecke befahren. Mit etwas Glück vielleicht noch ein sechstes Mal. Am Abend haben wir alle gemeinsam zusammengesessen und natürlich über die erfahrenen Erlebnisse berichtet – jeder konnte etwas zur "optimalen Linie" sagen.

Am Sonntag wurde dann in Typ-Gruppen gestartet, welche über die Lautsprecheranlage aufgerufen wurden. Jede Gruppe musste drei Zeitläufe fahren. Für uns wurden die Läufe in "Gleichmäßigkeit" gewertet. Das bedeutete: der 2. und 3. Lauf musste in der möglichst selben Zeit durchfahren werden, wie der 1. Lauf gezeitet wurde. Die Differenzen zum 1. Lauf wurden dann als Fehlzeit gewertet. Z. B.: 1. Lauf 1.32.30, 2. Lauf 1.33.00 – somit ist hier eine halbe Sekunde Differenz zum 1. Lauf – 3. Lauf 1.32.00 – somit ist hier ebenfalls eine halbe Sekunde Differenz zum 1. Lauf – zusammen 1 Sekunde Differenz!

Im Laufe des Tages haben wir dann auch noch Gottfried Briest mit einem Freund im Start-Bereich getroffen, welcher zum "Zuschauen" mit seinem 2,2 S Targa angereist war. Das Programm verzögerte sich. Am Abend war die abschließende Siegerehrung, wobei in unserer Gruppe Jochen Wawer die wenigsten Strafsekunden aufweisen konnte, gefolgt von Ralf Hallmann und Horst Osterkamp.

Aufgrund des sehr positiven Eindrucks aller Teilnehmer dieser Veranstaltung, steht für uns die Teilnahme für nächstes Jahr schon fest. Ich hoffe nur, wieder bei trockenem Wetter!!


Fahrtraining des PC Berlin auf dem "Eurospeedway" Lausitzring
Am 19. September 2000
Hans-Georg Scholz

Nach der Veröffentlichung des Termins durch den PC Berlin, ein Fahrtraining auf dem "nagelneuen" Lausitzring durchzuführen, stand für mich fest, hieran teilzunehmen, da mich auch die somit vierte "große Rennstrecke in Deutschland" sehr interessierte einmal kennenzulernen. Bei unseren Clubmitgliedern war keine große Resonanz festzustellen – die Rheinländer winkten aufgrund der großen Entfernung ab – ja wenn wir den Nürburgring in Reichweite hätten!!

Morgens gegen 7.00 Uhr sollte technische Abnahme und anschließende Fahrerbesprechung sein. Entsprechend früh machte ich mich mit meinem Carrera 2,7 Targa auf den Weg.

Nach der obligatorischen Papierabnahme nebst Erhalt von Startnummern und Sender (für Rundenzeiten), Ein- und Unterweisungen, erfolgte aufgrund der großen Teilnehmerzahl (ca. 70 Teilnehmer) eine Unterteilung in vier Gruppen, welche man versuchte, mit "gleichstarken" Fahrern/Fahrzeugen zu besetzen.

Somit konnte ich dann in Gruppe zwei startend gegen 9.30 Uhr die Strecke erstmals unter die Räder nehmen. Wir sind auf der "Grand-Prix-Strecke" gefahren, was bedeutet, dass wir lediglich im inneren Bereich gefahren sind, nicht auf den Hochgeschwindigkeits-Geraden.

Es tauchten bei mir die im Fernsehen gesehenen Bilder des ins Wasser gefallenen GTC-Rennens Ende August auf. Wir hatten aber trockene Verhältnisse. Der Belag vermittelte guten Grip – so dass nach den ersten verhalten gefahrenen Runden Mann mutiger wurde. Die Kurven waren sehr harmonisch angelegt, bis auf den Übergang vom "inneren Bereich" auf die kurzen Abschnitte der Hochgeschwindigkeits-Geraden – diese hoben meinen 11er aus den Federstäben.

Sehr schnell musste ich feststellen, dass meine Mitstreiter ausgesprochen erfahrene Sportsfreunde waren – ich hatte Mühe mich am Ende der Gruppe zu halten. Für mich waren auch die Carreras (1) der Teilnehmer des PC Dresden ein Erlebnis – diese flogen derart an mir vorbei – so etwas habe ich noch nicht erlebt. In einer der Pausen schaute ich mir Diese etwas näher an – Käfig, Sportsitze, -reifen, -beläge und innen ausgeräumt – mmmh.

Das Katering war übrigens prima – in den Vormittagstunden die Möglichkeit eines zweiten Frühstücks – in der Mittagsruhe entsprechend Mittagessen – und am Nachmittag gab es noch Kaffee und Kuchen. Während der Gruppenwechsel, nutzte ich die Zeit, um mich ein wenig umzusehen. Das Gelände war recht freizügig begehbar – die gegenüberliegende Haupttribüne natürlich ein Erlebnis, derart großzügig – schon toll.

Auch das gesamte Fahrerlager sehr großzügig bemessen. Auf verschiedenen Aussichtsplattformen hatte man auch über den Großteil der Rennstrecke einen guten Überblick.

Was mir persönlich zum Abschluss der Veranstaltung nicht gefiel, war ein 30-minütiges "Rennen" – mit Aufstellung nach Rundenzeiten. Da ich sowieso einer der Letzten war, konnte ich mich der Vorsicht halber zurückfallen lassen, um nicht mit irgendwelchen übereifrigen "Rennfahrern" aneinander zu geraten – hier wurde der Ehrgeiz von Vielen nocheinmal richtig herausgefordert.

Abschließend war es für mich sehr schön, hier auf dieser herrlichen Rennstrecke einige Runden gedreht zu haben. Bis auf besagtem Abschluss eine sehr gelungene Veranstaltung, welche auch zeigte, dass hier ein erfahrener Veranstalter (PC Berlin) die Organisation durchführte.