Skip to main content

Porsche

911 Magazin
Ausgabe 1 - 1999

Die Zeitschrift des Porsche 911-Club Norddeutschland e. V.




Inhaltsverzeichnis:
Alpen - Ausfahrt
500 Km Youngtimer Rennen - 24h-Rennen Nürburgring
Familientreffen in Hankensbüttel
GTP-Weekend Oschersleben
Oldtimer-Grand-Prix

Herausgeber:
Porsche 911-Club
Norddeutschland e. V.

Katzenberg 7
38530 Didderse
Tel 0 53 73 / 71 85

Bankverbindung:
Postbank Hamburg
BLZ 200 100 20
Konto 48 08 02 200



Copyright Abgedruckte Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Wir behalten uns vor, eingereichte Beiträge zu kürzen. Für unverlangt eingesandte Manuskripte und Fotos o. ä. wird keine Haftung übernommen. Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck nur mit Genehmigung des Herausgebers mit voller Quellenangabe!




Alpen – Rundfahrt
Vom 12. bis 17.05.
Claudia und Andreas Vogt

Die diesjährige Frühjahrsausfahrt vom 12. - 17.05.99, die - ich möchte es vorwegnehmen - von Holger Scholz und Jochen Wawer mit viel Mühe und Aufwand hervorragend organisiert worden war, führte uns in die Hochalpen, in das Länderdreieck Deutschland - Österreich - Italien mit einem Kurzabstecher in den schweizerischen Ort Samnaun.

Innerhalb der sechs Tage nahmen folgende Mitglieder an der Ausfahrt teil:
Franz Hubert und Thea Friedmann mit 911 T Targa
Thomas Delille und Felicitas mit 911 SC Targa
Volker und Sabine Engelkes mit 911 SC
Ulrich und Katrin Kämpfer mit 911 SC und Dalmatiner "Stini"
Peter Petersson mit 911 Carrera Targa 2,7
Oliver Schrader und Heike mit 911 Turbo 3,3
Holger und Anja Scholz mit 911 2,7
Hans-Georg und Marion Scholz mit 911 Carrera
Klaus Seewald und Sabine Heider-Seewald mit 911 SC Targa
Dirk Ulrich mit 911 Coupe 3,2
Jochen Wawer und Angela mit 911 Carrera Targa und
Andreas und Claudia Vogt mit 911 Carrera Cabrio.

Das erste Highlight der Ausfahrt konnte ein Großteil der oben aufgezählten Gruppe bereits auf der Anfahrt nach Sonthofen genießen: Es wurde Zwischenstation bei der Fa. RUF in Pfaffenhofen gemacht.

Bei der ausführlichen Firmenbesichtigung wurden wir von Herrn Ruf und seiner Ehefrau persönlich durch die Firmenhallen geführt. Alle Produktionsabläufe, von der Rohkarosse über den hauseigenen Motorenprüfstand bis zur Endmontage des dann fertigen ,,Ruf PORSCHE", wurden ausführlich und freundlich erläutert.

Was ich bis dahin nicht wußte, bei allen im eigenen Werk angefertigten Fahrzeugen ist ,,RUF" auch als Hersteller eingetragen!

In den Abendstunden wurden dann die Zimmer im Hotel "Grünten" in Sonthofen bezogen. Wir wurden von Katrin, Ulrich, Sabine und Klaus empfangen, welche bereits zuvor angereist waren. Der Abend klang mit einem gemeinschaftlichen Abendessen gemütlich aus.

Während des Sonthofen-Aufenthaltes war das Wetter leider nicht so gut wie unsere Laune, denn es herrschte Dauerregen, was zur Folge hatte, dass die Targa-Fahrer als Nachtquartier für ihre Fahrzeuge vorsichtshalber die örtliche Tiefgarage nutzten.

Am nächsten Tag wurde ins schöne Kleinwalsertal gefahren. Hin und wieder waren hier auch mal ein Paar Sonnenstrahlen zu sehen. Anschließend wurde die ,,Sturmannshöhle" in Obermaiselstein besichtigt, in welcher es offensichtlich feuchter war als unter freiem Himmel, da alle Teilnehmer recht durchnässt die Höhle wieder verließen.

Freitag morgen ging es weiter zum nächsten Zielort Reschen am Reschensee in Italien.

Die Fahrt begann im Dauerregen, was zur Folge hatte, dass einige Pässe der Umgebung gesperrt waren. Nach einer ca. einstündigen Wartezeit vor dem Riedbergpass, welche durch einen Erdrutsch und eine Panne an Dirk Ulrichs Carrera (die Wegfahrsperre nahm ihre Aufgabe zu ernst) bedingt war, ging es weiter. Nach und nach wurde das Wetter besser, die Straßen wurden trocken, und das Fahren bereitete in der traumhaften Berglandschaft die wahre Freude.

Ca. eine Stunde vor Erreichen unseres o.a. Zielortes ,,Reschen" machte ein Großteil der Ausfahrtteilnehmer einen Abstecher in das Zollanschlussgebiet ,,Samnaun / Schweiz". Der Abstecher wurde zum einen für eine kleine Privatrallye (traumhaft kurvenreiche Strecke), zum anderen zum Volltanken (1 Liter Super Plus ca. 1,- DM) und zollfreiem Einkaufen genutzt. Die Zöllner in Samnaun hatten an Peters Carrera solch einen Gefallen, dass sie ihn nur gegen Zahlung eines Bußgeldes weiterfahren ließen (Spaß beiseite, Peters Personalausweis war abgelaufen, was seinen Aufenthalt bei den Zöllnern ungewollt etwas verlängerte).

Das Seehotel Reschen bot anschließend eine hervorragende Unterkunft. Abends wurde gemeinschaftlich ein mehrgängiges Menü gespeist, welches im Preis enthalten war.

Der Samstag wurde dann von den Teilnehmern unterschiedlich gestaltet. Ein Teil der Gruppe nutzte den sonnigen Tag zu einer weiteren Alpenausfahrt. Der andere Teil, dem Claudia und ich auch angehörten, nutzte den Tag zu einer Fahrt in den schönen Ort Meran, der in einer Talsohle (ca. 300m über NN / Reschen ca. 1500 m über NN) liegt und uns mit Sommerhaften Temperaturen von 25°C, Sonne, Palmen und einer Art Mittelmeerflair beeindruckte. Die erste Obstblüte war hier bereits beendet!

Sonntags wurde dann zur dritten Station der Tour, dem Hotel Stubai in Schönberg (Österreich) aufgebrochen. Die sehenswerte Strecke führte über Meran - Passeiertal (hier aßen wir zu Mittag im Gästehaus ,,Andreas Hofer", dem ursprünglichen Besitz des großen Freiheitskämpfers) - Jaufenpaß und Brennerpass.

Im schönen Hotel in Schönberg fand die Ausfahrt mit einem gemeinsamen Abendessen einen gelungenen Ausklang. Die Heimreise wurde am nächsten Morgen individuell angetreten.

Hiermit noch einmal, ich denke im Namen aller Teilnehmer, ein herzliches Dankeschön an die Organisatoren Holger Scholz und Jochen Wawer.


500 Km Youngtimer-Rennen vor dem 24h-Rennen Nürburgring
05.06.99
Jochen Wawer

Hans-Georg und ich trafen uns in Braunschweig, um gemeinsam in Hans-Georgs grauem Coupe Peter Petersson und Ingo Rübener bei ihrem Einsatz zu unterstützen. Nach der zum Glück recht schnell erfolgreichen Hotelsuche konnten wir von verschiedenen Stellen aus einigen Rennserien an der Nordschleife zuschauen.

Im Training zum Youngtimer-Rennen hatte Peter mit seinem Partner Michael Krohn den ersten Startplatz herausgefahren. Nach der Einführungsrunde, einer Runde Pace-Car wegen Leitplanken-Reparaturen und zwei Rennrunden hatten sie eine Minute Vorsprung.

In der nächsten Runde sahen wir den Wagen auf einmal nicht mehr am Brünnchen vorbeikommen, und das war's dann auch.

Abends wollte Peter noch "kurz" feststellen, was kaputtgegangen war, was eine Schraubaktion bis gegen 23 Uhr zur Folge hatte, ohne dass ein konkretes Ergebnis vorlag (später in Hamburg stellte sich heraus, dass ein Pleuellagerschaden der Verursacher des Ausfalls war).

Zum Glück konnten wir danach gegen halb zwölf noch in einer Gaststätte Restbestände an Lasagne vertilgen, so dass wir nach dem anschließenden Kneipenbesuch wenigstens nicht hungrig ins Bett gehen mussten.

Am nächsten Tag fand das zweite Rennen im Regen statt, was auf der Nordschleife naturgemäß viel Schrott zur Folge hatte, wie man hinterher im Fahrerlager sehen konnte.

Gegen Mittag brachen wir dann alle nach dem verkürzten Rennbesuch nach Hause auf.


Familientreffen in Hankensbüttel
12.-13.06.99
Angela Wiese

Diesmal stimmte für unser alljährliches Grillfest alles. Das Wetter war bombastisch (nicht so verregnet wie im letzten Jahr), wir hatten Strom und es waren auch eine ganze Reihe von Leuten anwesend, die auf Grund unserer kleinen Anzeige auf den Club aufmerksam gemacht wurden.

Selbst wenn diese Leute noch keine Mitglieder geworden sind, sie haben zumindest mal einen Einblick bekommen, dass Clubleben auch anders gestaltet werden kann. Aber genug davon.

Als erstes ein riesengroßes Dankeschön an die Organisatoren Anja und Holger Scholz, die bereits ab dem Mittag in Hankensbüttel anwesend waren. - Kleine Anmerkung hierzu: Wer macht es denn im nächsten Jahr? Freiwillige vor!! –

Das Bier war rechtzeitig angezapft, der Kaffee war fertig und man konnte den Nachmittag so langsam angehen lassen. Es trudelten so nach und nach auch die restlichen Leute ein. Wenn ich die jetzt alle aufzähle, muss ich passen – es waren zu viele.

Die einen schnackten, die anderen tranken Kaffee und aßen Kuchen, die einen spielten Feder- oder Fußball (Holger und Jochen gestalteten dabei einen neuen Spielablauf, nämlich Federball im Sitzen), und so manch toller Porsche wurde bestaunt oder ausprobiert. Es war eigentlich für jeden etwas dabei und mein Eindruck war, es hat auch allen gefallen. Zum Abend hin wurde dann der Grill angeschmissen und der gemütliche Teil des Abends eingeläutet. Jeder brutzelte das, was er mitgebracht hatte, und wie auch im letzten Jahr teilte man das Mitgebrachte auch noch, weil es natürlich wieder zuviel war.

Für unsere Kleinen oder kleinen Großen wurde dann das Lagerfeuer etwas früher angezündet und das war auch gut so, da es so langsam merklich kühler wurde. Man kuschelte sich an seine bessere Hälfte und aß wenn vorhanden Marshmellows.

Ich habe in Erfahrung bringen können, dass die letzten so gegen 5 Uhr morgens ins Bett gefallen sind. Und das zeigt doch, es hat gefallen.

Am nächsten Morgen fanden sich dann die Leute wieder zusammen, die entweder im Zelt oder in Wohnmobil/-wagen übernachtet hatten und frühstückten in aller Ruhe. Gegen Mittag machten man sich dann getrennt auf den Heimweg.

Alles in Allem fand ich es eine gelungene Veranstaltung, weil alles passte.


GTP-Weekend Oschersleben
Jochen Wawer

Das GTP-Weekend in Oschersleben vom 09.07. – 11.07. war eine lohnenswerte Veranstaltung, nicht zuletzt wegen des bombastischen Wetters. Die Anwesenden konnten einfach nicht begreifen, dass bei einer Veranstaltung, die für die meisten unserer Mitglieder "vor der Tür" stattfindet, so wenige von uns erscheinen. Es wird dort (zur Zeit noch) Motorsport zum Anfassen geboten:

Mit der Karte vom Porsche-Zentrum kommt man überall hin, und von den verschiedenen Rennserien (u.a. verschiedene Tourenwagen, Langstreckenrennen, Caterham usw.) über das Rahmenprogramm (Probefahrten mit 911 und Boxster) bis zur Bewirtschaftung passte eigentlich alles.

Und die Platzierungen 6, 11 und 14 beim Gleichmäßigkeitsfahren in der PC-Serie für die 11er aus unserem Club (Holger Scholz, Oliver Schrader und ich) – vor allem verbunden mit einigem Fahrspaß – lassen sich doch auch sehen. Aber auch die "passive" Teilnahme hat sich sicherlich gelohnt.


Oldtimer – Grand – Prix
6.8. – 8.8.99
Hans-Georg Scholz

Nachdem der AvD in den letzten Jahren das "Markenclubtreffen" recht stiefmütterlich behandelt hat und wir aufgrund dessen seit 2 Jahren dort nicht mehr mit einem Clubstand vertreten sind, treffen sich nicht mehr ganz so viel Mitglieder auf dem Campingplatz "Müllenbach".

Doch seitdem wir auf den "Platz 73" in der Nähe der Einfahrt umgezogen sind, macht es wieder Spaß, auch nur zum Zelten hierher zu kommen.

Das wollte ich dieses Jahr mit meinen Kindern Julia und Timo nutzen. Zu dieser Zeit urlaubend im Schwarzwald, konnte ich die beiden überreden, mit Papa (die Mitnahme war Bedingung meiner Frau!!) zum "OGP" zu fahren.

Das Wetter war wie üblich "Eifeltypisch"! Schon fast normal auch wieder das Eintreffen von Mitgliedern des PC Great Britain, welche sich auch schon freuen, mit uns auf dieser Fläche zu stehen.

Im Laufe der Zeit eingetrudelt sind dann: Ingo und Sonja Rübener, Holger und Anja Scholz, Gerhard Aldekamp, Jochen Wawer, Karl-Heinz Wulfert mit seiner Familie, Peter Petersson, Gottfried Briest und Angelika u. a..

Da ich mit unserem Multivan angereist bin, waren einige Testrunden auf der Nordschleife schoneinmal nicht drin. Und da die Kinder (leider!) keine Lust auf "Rennen gucken" hatten, haben wir uns auf dem Zeltplatz aufgehalten und gelesen, gespielt..., halt die Zeit vertrieben, was uns aber auch viel Spaß bereitet hat. Z. B. habe ich das Kneipp-Becken, den Kinderspielplatz, den Fischteich usw., usw. bisher gar nicht wahrgenommen, da nicht genutzt.

So war es für uns, auch ohne Rennen, ein sehr schönes Wochenende.

Und hier noch eine Schilderung derselben Veranstaltung aus der Sicht von Jochen Wawer:

Der Oldtimer Grand-Prix bot in diesem Jahr das gewohnte Bild. Einerseits heißt dies, dass man in gewohnter Weise von Zeltplatz-Atmosphäre, Rennveranstaltungen, interessantem Bummeln durchs Fahrerlager bis zur Nordschleife wieder alles geboten bekam; andererseits scheint die Veranstaltung für diejenigen, die schon seit Jahren dort erscheinen, dadurch etwas an Reiz zu verlieren (diesen Eindruck hatte ich jedenfalls aus einigen Gesprächen heraus).

Bereits am Donnerstag reisten Anja und Holger Scholz an und versuchten, das Chaos mit unserem Zeltplatz in den Griff zu bekommen, der vertauscht worden war. Dies gelang insofern, als wir dann letztlich entgegen der Planung wieder auf demselben Platz wie im letzten Jahr landeten.

Im Laufe des Freitags schauten Katrin und Ulrich Kämpfer auf dem Weg zum 924er Club kurz vorbei, außerdem erschienen dann außer mir im Targa noch Kuchels im Cabrio, Gerhard Aldekamp mit einem Bekannten im Wohnmobil, Peter Petersson mit goldenem Targa, Gottfried und Angelika (die allerdings im Hotel übernachteten), Hans-Georg samt Kindern im Bus aus dem Schwarzwald-Urlaub, Karl-Heinz Wulfert (ein neues Mitglied aus Mülheim) mit Familie im Opel Kombi sowie Sonja und Ingo Rübener im gelben RS.

Abends wurde auf meinem inzwischen bewährten "Clubgrill" gemeinsam gebrutzelt, und am späteren Abend übten wir uns dann noch etwas im Englischen beim Versuch, uns mit dem Vorsitzenden des britischen Porsche Owners Club zu unterhalten.

Am nächsten Tag schlossen sich Sonja, Anja, Ingo, Holger und ich zu einem Ausflug zur Nordschleife zusammen - natürlich neben den Benzingesprächen auch mit ein paar aktiven Kilometern verbunden. Da sich das Wetter im Laufe des Tages allerdings etwas verschlechterte, reisten am Nachmittag dann die Mülheimer wieder ab, und auch Hans-Georg düste wieder zurück zu Marion in den Schwarzwald.

Die anderen verbrachten den Rest des Tages beim Zuschauen auf der Grand-Prix-Strecke und im Fahrerlager, und abends wurde von den meisten der Grill wieder genutzt.

Am nächsten Morgen ergriff ich recht früh bei regnerischem Wetter die Gelegenheit zu ein paar einsamen Nordschleifen-Runden auf nasser Strecke; ein interessantes und lehrreiches Fahren, insbesondere wenn man wie ich gerne bei Nässe mal etwas herumexperimentiert. Insgesamt schaffte ich an diesem Wochenende - auch dank einer Karte vom Porsche-Zentrum – 21 Runden bei verschiedenen Wetterlagen, und am Ende hatte ich die Streckenführung tatsächlich halbwegs intus.

Den Rest des Sonntags verbrachten Holger und ich beim Zuschauen an der Rennstrecke und im Fahrerlager, und am späten Nachmittag reisten wir als letzte unserer Truppe vom Ring ab.