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Porsche

911 Magazin
Ausschnitte aus den Ausgaben 1 und 2 - 1998

Die Zeitschrift des Porsche 911-Club Norddeutschland e. V.





Inhaltsverzeichnis:
Frühjahrsausfahrt nach Kiel
Fahrtraining in Zandvoort
Familienausflug mit der Dampfeisenbahn
Youngtimer-Rennen auf dem Nürburgring 1997
Oldtimer-Grand-Prix 1997
10 Jahre Porsche 911 Club Norddeutschland
Technorama 1997
Der lange Weg - Eine kleine Geschichte rund um Porsche

Herausgeber:
Porsche 911-Club
Norddeutschland e. V.

Am Katzenberg 7
38530 Didderse
Tel.: 0 53 73 / 71 85

Bankverbindung:
Postbank Hamburg
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Copyright abgedruckte Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Wir behalten uns vor, eingereichte Beiträge zu kürzen. Für unverlangt eingesandte Manuskripte und Fotos o. ä. wird keine Haftung übernommen. Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck nur mit Genehmigung des Herausgebers mit voller Quellenangabe!




Frühjahrsausfahrt nach Kiel
vom 8. bis 11. Mai 1997
Hans-Georg Scholz

Da ich zu diesem Zeitpunkt gesundheitlich schwer angeschlagen war, hatte ich mir einen anstehenden Krankenhausaufenthalt so gelegt, um unbedingt an dieser Ausfahrt teilnehmen zu können.

Wie schon so oft hatten sich diesmal Jochen Wawer und Angelika mit dem roten Carrera Targa, Holger und Anja Scholz mit dem silbernen Carrera Cabrio, Dirk Ulrich mit seinem Coupé und meine Frau Marion und ich mit dem meteormetallicen Carrera Coupé in Didderse getroffen zwecks gemeinsamer Anreise. Hans und Rosi Eberhardt hatten sich mit dem dunkelblauen Carrera 2 Coupé auch angeschlossen.

In Soltau wollten wir uns mit Andreas Vogt und Claudia aus Bünde treffen. Da es aber größtenteils stark regnete, verspäteten sich die beiden, und wir fuhren ersteinmal bis nach Bönningstedt zum Mittagessen, wo sich dann auch Andreas und Claudia mit dem dunkelblauen turbobreiten Carrera Cabrio uns anschlossen. Bereits beim Essen hatten wir sehr viel Spaß zusammen.

Gut gestärkt nahmen wir die Fahrt in Richtung Neumünster auf, um bei Kuchels zum Kaffee vorbeizuschauen. Hier klarte auch das Wetter auf, und es wurden die ersten Fotos geschossen. Am frühen Abend trafen wir dann in Kiel in unserem Hotel ein.

Zum Abendessen im Hotel hatten sich dann auch die Organisatoren dieser Ausfahrt, Matthias Romann und Sabine, dazugesellt.

Der nächste Tag (Freitag) stand bis zum Nachmittag zur freien Verfügung. Hier bildeten sich kleine Gruppen, wobei wir uns die Hafenpromenade, die Schleuse zum Nord-Ostsee-Kanal, und in Laboe das U-Boot ansahen.

Gegen 15.30 Uhr war Treffen in der Hotelbar, um dann mit 2 Kleinbussen zum Oslokai zu fahren, um mit der "Langeland III" eine Fahrt mit dem Schiff nach Dänemark und zurück zu unternehmen. Trotz teilweiser recht rauer See hat uns das Buffett ausgezeichnet geschmeckt. Bei den Ausflügen auf Deck musste man sich recht gut festhalten und vor allem warm anziehen. Es hat aber allen Teilnehmern riesigen Spaß gemacht.

Am Samstag war dann um 11.00 Uhr Treffen im "Porsche-Audi-Zentrum-Kiel", wo wir mit 20 schönen 11ern zusammenkamen. Wir wurden offiziell begrüßt und man konnte sich umsehen, es war ein Stand mit der Porsche-Collection aufgestellt, wo dann auch einiges über den Ladentisch ging, es konnten Fahrzeugdurchsichten durchgeführt werden, usw., usw..

Bei strömenden Regen haben wir uns dann gegen 13.00 Uhr gemeinsam auf eine sehr schöne und gut vorbereitete Ausfahrt durch das Umland von Kiel begeben. Es ist immer wieder ein herrliches Gefühl, mit so vielen Gleichgesinnten im Konvoi, selbst bei Regen, durch die Landschaft zu fahren! Noch dazu alles wie am Schnürchen klappte.

Zum Kaffee trinken hatten sich die Wolken etwas verzogen, und sofort waren wieder die Fotoapparate am klicken, aber wen wunderte es, da wir alle Fahrzeuge schön nebeneinander aufgereiht abgestellt hatten.

Den letzten Teil der Ausfahrt ließen wir etwas geruhsamer angehen und freuten uns auf das avisierte Abendessen bei einem Porsche-Fan, welcher keine Mühen scheute, unseren abendlichen Besuch möglich zu machen.

Im "Fischmeister" (Restaurant) haben wir uns gegen 18.00 Uhr eingefunden. Auch hier durch das jetzt angenehmere Wetter und den für uns durch den Porsche Turbo fahrenden Chef freigehaltenen Parkplatz, welcher mit einer großen Porsche-Fahne gekennzeichnet war, wurden wieder reichlich Bilder geschossen. Einige haben sich die Füße an dem angrenzenden See vertreten oder aber zum plauschen zurückgezogen. Vor dem Abendessen dankte Hans-Georg im Namen aller Teilnehmer ganz herzlich Matthias und Sabine für diese großartig ausgearbeitete Ausfahrt. Das Essen war ausgezeichnet, wie es uns Matthias vorhersagte und einen glanzvollen Ausgang darstellte.

Am nächsten Morgen traf man sich noch teilweise zum Frühstück und die Rückreise wurde individuell angetreten.

Dieses war einmal wieder mehr eine mit viel Liebe und Aufwand ausgearbeitete Ausfahrt, welche wirklich jedem hervorragend gefallen hat. Vielen Dank Sabine und Matthias. Das war toll!!


Fahrtraining in Zandvoort
am 24. Mai 1997
Ingo Rübener

Erstmalig veranstaltete der Club auf einer abgeschlossenen Rennstrecke sein "1. freies Fahren". Als Strecke wurde die bekannte Ex-Formel-1 Strecke in Holland, Zandvoort, ausgewählt.

Es waren beste Voraussetzungen gegeben – Sonne, Wind und gute Laune begleiteten die Teilnehmer. Leider fanden sich nur 17 Teilnehmer ein, was der guten Laune keinen Abbruch gab – ganz im Gegenteil – man konnte somit öfter fahren.

Nach einigen Runden hinter unserem Instrukteur Peter Petersson, wurde die Strecke zum Freien Fahren freigegeben. Positiv erstaunt waren alle über das Erzielen ihrer Rundenzeiten, die im Verlauf dieses Tages immer schneller wurden.

Abends saßen wir vor dem Wohnmobil von Holger Scholz, grillten und ließen den anstrengenden Tag gemütlich ausklingen.


Familienausflug mit der Dampfeisenbahn
am 15. Juni 1997
Hans-Georg Scholz

Da auf unseren Ausfahrten das Programm für Kinder meist nicht attraktiv war, so dass sie zuhause blieben, haben sich Olaf Brandes mit Oliver und Claudia Weder Gedanken über eine Ausfahrt mit Berücksichtigung von mitfahrenden Kindern gemacht.

Man entschied sich für eine Fahrt mit der "Bruchhausen-Vielsener Dampf-Eisenbahn". Nordwestlich von Nienburg gelegen war es für die norddeutschen Mitglieder mit zeitlich annehmbarer Anreise zu erreichen, ohne dass Kinder groß quengeln.

Bei der Abfahrt von Didderse gab es ausgiebige Regenfälle, so dass wir uns, Marion und Hans-Georg, statt des 911er´s für den VW-Bus entschieden. Hier waren Julia und Timo auch besser untergebracht. Holger und Anja mit Philipp zogen ebenfalls den Passat vor, wegen fehlendem Kindersitz für den 11er. Als einzige 11er-Fahrer haben dann Angelika und Jochen Wawer gemeinsam mit uns die Fahrt nach Achim-Uesen, dem Treffpunkt, aufgenommen.

Kurz nach 11.00 Uhr angekommen, konnten wir bereits Olaf Brandes mit Christina, Claudia und Oliver Weder mit Felix im 11er, Rolf Wursthorn und Inka im 11er, Gottfried Briest und Angelika mit "Granada" (am S wurden die Türen überarbeitet), Ralf und Antje Raschka mit Lukas und Liana im Passat, Klaus und Sabine Seewald im Clio, Familie Klippgen mit beiden Kindern im Carrera 2 Cabrio.

Wir waren dann ersteinmal zum Mittag-Essen nach Bruchhausen - Vielsen gefahren - immer noch in strömenden Regen - . Nach dem Essen war es etwas freundlicher, und wir sind die paar 100 Meter zum Parkplatz am Bahnhof gefahren.

Schon das Ankommen der Dampfeisen-Bahn war für alle Anwesenden - Kinder wie den "Großen" - ein Erlebnis. Zischend und Rauchend mit großem Getöse. Schon toll. Auch die Waggons waren teilweise aus dem Ende des vorigen Jahrhunderts!

Nachdem alle nach fürchterlichem Gewusel eine Fahrkarte erhalten und im Zug Platz gefunden haben, ging es auch schon los. Von einigen wurden gleich die außenliegenden "Stand-Flächen" an den Vorder- und Rückseiten der Waggons besetzt. Hier war das "Fahrgefühl" natürlich am besten.

Obwohl für die Anwohner eine vermeintlich normale Erscheinung, haben wir doch in viele erfreute Gesichter beim Anblick der Bahn schauen können. Auch uns hat es in den rumpelnden Wagen und dem Geruch nach Öl und verbrannter Kohle gut gefallen - nostalgisch halt.

Am Ankunftsort wurde die Lokomotive vom einen zum anderen Ende des Zuges herumgefahren. Hier hatte man auch die Möglichkeit, einen Blick in Diese zu werfen. Wir warteten geduldig, um alsbald die Rückfahrt anzutreten.

Im Abfahrtsbahnhof angekommen hieß es dann auch voneinander Abschied zu nehmen. Es war ein toller Ausflug – hier besonders für die Kinder – vielen Dank an Olaf, Olli und Claudia!!


Youngtimer-Rennen auf dem Nürburgring
30. Juni 1997
Hans-Georg Scholz

Durch meine längeren Krankenhausaufenthalte wollten meine Frau Marion und ich einmal wieder verbranntes Rennmotorenöl und aufgeheizte Reifen riechen. So entschlossen wir uns, am 27. bis 29. Juni den FIA-Weltmeisterschaftslauf, und ganz besonders die Youngtimer-Trophy mit Peter (Petersson!), auf dem Nürburgring zu besuchen. Auch wussten wir, dass Ingo (unterstützt Peter bei den Veranstaltungen!!) und Sonja Rübener ebenfalls dort sind.

Nachdem wir Freitagnachmittag unser Hotel bezogen hatten, sind wir ins Fahrerlager gefahren. Peter hatte am späten Nachmittag seinen ersten Trainingslauf, und dies bei strömenden Regen. Mit seiner Platzierung im hinteren Drittel war er überhaupt nicht zufrieden und schimpfte fürchterlich über seine Reifen. Zum Abreagieren sind wir gemeinsam nach Adenau zum Abendessen gefahren, wo wir auch Ingo und Sonja trafen.

Am Sonnabend haben wir uns die anderen Rennserien angesehen, hier vor allem natürlich die FIA-Serie mit den PORSCHE GT 1 Rennern - war schon toll!! Leider konnte man auch hier wieder die von uns Porsche-Fans bedauerte Unterlegenheit gegenüber den Mercedes CLK feststellen. Dieses hat vermutlich auch den Unmut von Hans-Joachim Stuck heraufbeschworen, welcher von uns nach dem Training im Fahrerlager sehr unzufrieden gesichtet wurde.

Um 15.00 Uhr haben Roland und Karin Kuchel mit ihrem Carrera Cabrio an einer Gleichmäßigkeitsveranstaltung auf der Nordschleife teilgenommen. Wir wünschten beim Start noch gutes Gelingen. Sie nutzten diese Möglichkeit, um auch die Nordschleife einmal besser kennenzulernen.

Gegen 17.00 Uhr sind noch Holger und Anja Scholz vom Rückweg aus dem verregneten Italien-Urlaub überraschend hier vorbeigekommen. Nachdem auch Kuchels von der Nordschleife gekommen sind, konnten wir gemeinsam dem Rennlauf von Peter zusehen. Er hat sich von seinem 13. Startplatz während des Rennens auf den 10. Platz vorgearbeitet, doch in der 10. Runde mussten wir zusehen, wie Peter weit vor der Veedol-Schikane mit stark rauchendem 911er im Grünstreifen ausrollte.

Nach dem Rennen wurden die havarierten Fahrzeuge in das Fahrer-Lager geholt - hier sahen wir schon einen wunderschön vorbereiteten Escort mit komplett abgerissener rechter Vorderachse, und dann kam Peters mit der Startnummer 425 - unter dem Motor eine große Öllache - Peter, noch relativ gefasst, teilte uns mit, dass sich das eine oder andere Pleuel aus dem Motorgehäuse verabschiedet hat. Tiefe Betroffenheit war dann auch bei uns zu spüren. Doch Peter grübelte lediglich darüber nach, ob er nur den nächsten Lauf oder gar den übernächsten Lauf nicht mitfahren könnte!!

Wir sind dann am Sonntagvormittag nach Haus gefahren und haben uns den FIA-Lauf im Fernsehen angesehen.


Oldtimer - Grand - Prix 1997
vom 7. bis 10. August 1997
Hans-Georg Scholz

Nachdem ich in den letzten beiden Jahren keine Möglichkeit hatte, am OGP teilzunehmen, und auch die Stimmen laut wurden, diese Veranstaltung aus unserem Programm zu kippen, war es mir sehr wichtig in diesem Jahr daran teilzunehmen, um vor allem auch ausschließlich für den Club / die Mitglieder präsent zu sein.

Bereits am Donnerstag bin ich mit meinem 76er Targa vollgepackt, neben Zelt, Grill auch noch mit dem Club-Pavillon für unseren Clubstand, zum Nürburgring gefahren.

Auf unserer vorreservierten Stellfläche auf dem Campingplatz Müllenbach angekommen, konnte ich bereits Kathrin und Ulrich Kämpfer begrüßen. Der Platz war außerdem wunderschön im Gegensatz zu unserem Bisherigen. Nachdem das Zelt stand, habe ich mir unseren Platz im Club-Areal besehen. Er lag unter den gegebenen Umständen sogar recht gut, nämlich direkt an der Straße, also gut zu sehen. Am Spätnachmittag haben wir noch zusammen eingekauft, um abends gemütlich beim Grill zusammenzusitzen. Wir hatten ausgesprochen schönes Wetter.

Natürlich konnte ich mir nicht verkneifen, noch vor dem Abendessen 3 Runden mit meinem betagten Targa über die Nordschleife zu fahren. Zu meiner Freude konnte ich hier schon diverse historische Rennwagen sehen, besonders einen italienischen Bizzarini, welcher auf der Geraden seine Motorleistung voll ausspielen konnte, aber von mir in den kurvenreicheren Abschnitten aufgrund der offensichtlich fehlenden Streckenkenntnis des Fahrers locker überholt werden konnte.

Nach dem gemeinsamen Frühstück bin ich zu unserem Clubplatz gefahren. Dort wartete schon Peter Scholz mit seinem 67er Coupé, und wir bauten den Pavillon auf. Dieser schützte uns bei schönstem Wetter vor der grellen Sonne. Ulrich und Kathrin haben sich mit ihren Porsche Bike S auf den Fahrradweg rund um die Nordschleife begeben, und erzählten abends begeistert von ihrer Tour. Sie waren allerdings auch geschafft.

Nachmittags ist Rolf Wursthorn mit Inka gekommen. Da unser Campingplatz noch frei war, haben einige Engländer mit Ihren 911ern nachgefragt, ob sie sich mit zu uns stellen dürften, da sie über die Organisatoren des PC Great Britain in Bezug auf den OGP verärgert waren (wollten nicht auf den vom PC GB reservierten Platz). Selbstverständlich! Nach dem Grillen haben wir uns mit unseren Gästen in Englisch geübt.

Am Samstagvormittag sind Sönke Rathjens, Holger und Anja Scholz sowie Roland Kuchel mit einem Freund gekommen. Das Treiben auf dem Markenclubareal hat aber trotz allem nur mäßig zugenommen. Die neben uns stehenden 356er kamen gar erst mittags.

Ich selbst habe mich nachmittags auf den Weg zur Nordseeküste begeben, um meine kurende Familie zu besuchen. Im nachhinein haben wir, auch aufgrund der reservierten Nachfrage und der gesamten organisatorischen Abwicklung, eine zukünftige Beteiligung am Markenclubareal abgelehnt!


10 Jahre Porsche 911-Club Norddeutschland
Jubiläumsfeier am 23. und 24. August 1997
Sabine Heider Seewald

'nen' kleinen Vers ist es schon wert:

10 Jahre ist es her und dieses freut uns alle sehr!
Porsche 911 Club Norddeutschland,
ein guter Name, wie man fand.
Das diese Wahl sich hat bewährt,
hat Mitglieder ihm viele schon beschert.
Wie's der Tradition entspricht,
ohne Porsche geht es nicht.
Ein Auto das so viel verbindet,
der Club in dem man Freunde findet.
Wo gibt es so was heute noch?
Die Antwort weiß wohl jeder nun,
sonst gäb's beim Jubiläum nicht zu tun.

Wie heißt ein alter weiser Spruch:
Was so lange schon besteht, niemals auseinander geht !!


Der Countdown läuft:

Der Vergnügungsausschuss, bestehend aus Holger und Anja Scholz, Dirk Ulrich, Heike und Rainer Will, Christina und Olaf Brandes, des weiteren aus Klaus und Sabine Seewald, war gegründet. Nun konnten die Vorbereitungen in Angriff genommen werden.

Es sollte ein zwangloses Familienfest werden, darüber waren sich alle einig. Als Austragungsort wurde der Grillplatz in Hankensbüttel, in unmittelbarer Nähe des Otterzentrums, auserkoren. Dieses Gelände schien bestens geeignet, da neben einer feststehenden und großzügig überdachten Grillstelle, mit Strom und Wasseranschluss, auch ein schön angelegter Lagerfeuerplatz vorhanden war. Außerdem war das ganze von einer großen Wiese umgeben, die sich zum (inoffiziellen) zelten nahezu anbot.

Als große Attraktion stellte sich das Kneippbecken zum Wassertreten heraus, dieses wurde reichlich genutzt. Auch für die kleinen Gäste war gesorgt, denn in nächster Nähe befand sich ein toller Spielplatz, falls mal Langeweile aufkommen sollte. Sogar ein Zirkus hatte hier seine Zelte aufgeschlagen.

Am Abend vorher haben Klaus und ich unseren Kleinwagen beladen, man glaubt gar nicht was bei ausgebauten Rücksitzen alles so reingeht. Ein Schlauchwagen, diverses Werkzeug, ein großer Strahler für gute Sicht bei Nacht, Kochplatte, Kochgeschirr, Zelt, Liege, usw., usw., usw., halt was man für so ein solches Vorhaben alles so braucht.


Heute ist der große Tag:

Morgens wurde Klaus von Dirk abgeholt um bei Hans-Georg den grünen 911 "Sportomatic" Targa zu übernehmen, da HG erst nachmittags kommen konnte, und mit dem roten Carrera 2,7 Targa fahren wollte. Es sollten doch einige Fahrzeuge ausgestellt werden, schließlich ist es ja ein 911-Clubjubiläum.

Hans-Georg kam dann gefolgt von Marion mit beladenem Bus samt Anhänger und Anja mit dem Wohnmobil (Holger beruflich in England) gegen 14.30 Uhr. Unser Porsche war leider zu diesem Zeitpunkt nicht angemeldet und stand "traurig" in seiner Garage!!

Wie leider immer, musste ich auch an diesem Samstag arbeiten und kam deshalb erst um 15.30 Uhr in Hankensbüttel an, wo ich schon sehnsüchtig erwartet wurde (nur wegen der Autoladung). Der Platz war bereits gut gefüllt und einige ließen sich schon Kaffee und Kuchen schmecken.

Die meisten Teilnehmer hatten sich entschlossen hier zu zelten, und hatten die Nachtlager schon aufgeschlagen.

Hans und Rosi Eberhard sind ebenfalls mit beiden 911ern gekommen. Sie hatten sich zum campen überreden lassen. Das letzte mal Zelten war mindestens 15 Jahre her. Ich sag nur Bravo!

Die Stimmung war prima und das Fassbier, aus der eigens dafür angemieteten Zapfanlage, schmeckte schon. Besonders gelungen war das Plakat, das Heike und Rainer anlässlich dieses Jubiläums herstellten. Es wurde an der Grillhütte befestigt und war so weithin sichtbar.

Zur Belustigung aller, hatten Heike, Rainer, Klaus und ich uns einige Spiele ausgedacht - der Tag sollte sich nicht nur aufs Fachsimpeln über den 11er beschränken. Es fiel allerdings einigen doch schwer, sich von den Autos loszureißen, da der "11er - Park" bereits auf über 20 Fahrzeuge angewachsen war. Die Autos umrahmten unseren Festplatz sehr eindrucksvoll.

Die meisten haben aber dann doch mitgemacht. Es galt 2 Mannschaften zu bilden, die beim Spiel gegeneinander antreten. Die Teilnehmer mussten sich beim "Tandem-Ski" und "Wasserlauf" behaupten. Beide Mannschaften feuerten sich gegenseitig an, und das Ganze endete mit großem Gelächter.

Das witzigste Spiel hatte sich Heike ausgedacht: Aus einem Eimer mit angerührtem Tapetenkleister mussten 3 Gegenstände ertastet werden. Eine ganz schön eklige Angelegenheit - aber spaßig.

Der Grill war mittlerweile heiß und wir verbrachten einen wunderschönen Abend, bei Wein, Weib, Gesang und gutem Essen. Natürlich das Lagerfeuer nicht zu vergessen, an welchem dann der Großteil ringsherum verweilte.

Was mir besonders auffiel: Es waren sehr viele neue Gesichter, aber auch Alte, die man im Laufe des Jahres seltener gesehen hatte, dabei. Es konnten neue Freundschaften entstehen und Alte aufgefrischt werden.

Die Nacht war kurz, aber was soll's. Da sich die Luft aus meiner Luftmatratze verabschiedete, war an Schlaf eh nicht mehr zu denken. So bin ich um 6.30 Uhr wieder aufgestanden. Es war ein wunderschöner Morgen, wie auch Klaus und Olaf fanden. Sie waren schon auf und hatten es sich auf einer Bank gemütlich gemacht.

Da mein Mann morgens zu duschen pflegt, aber weit und breit keine vorhanden war, nahm er kurzentschlossen den Gartenschlauch. Das Wasser hatte natürlich nicht die gewohnte Temperatur, es war eher eisig kalt. Das macht ja bekanntlich frisch!

Nach und nach rappelten sich alle aus ihren Zelten (und dem Wohnmobil).

Das Frühstück ist das Beste vom Tag: Rührei mit Schinken, hergestellt von Rosi, Oliver Weder und mir, dazu frisch geröstete Brötchen, die Hans am Grill in Arbeit hatte. Wir hatten ein tolles Frühstück.

Einige machten sich anschließend reisefertig. Die Verbleibenden wollten den Sonntag schön ausklingen lassen. Der Grill wurde nocheinmal angemacht und wir hatten noch ein schönes Mittagessen von den "Resten" des Vorabends.

Gemeinsam machten wir uns an die Aufräumarbeiten, denn der Platz sollte sauber und ordentlich verlassen werden.

Alles in allem war es ein gelungenes Wochenende. Vielleicht mit kleinen Pannen, doch die gehören dazu.

Ein besonderer Dank gilt Christina, die sich für das Gelingen des Festes besonders eingesetzt hat. Wir sollten so etwas mal wiederholen, auch ohne den Anlass eines Jubiläums. Da diesmal das Auto nur bedingt im Vordergrund stand, denke ich, hat es trotzdem allen gut gefallen.

Feste dieser Art sind etwas für die ganze Familie einschließlich Porsche.

In diesem Sinne - eure Sabine Heider Seewald

PS: Besonders erfreute uns auch der Besuch von Wolfram Thonemann und seiner Frau mit einem Carrera RS von 1973, Sportleiter beim "klassischen Porsche 911-Club", wobei es den beiden sehr gut bei uns gefallen hat.

Der Ordnung halber hier nocheinmal alle Teilnehmer:
Hans-Georg, Marion und Timo Scholz mit Carrera 2,7 Targa und 911 Targa,
Anja Scholz und Philipp,
Ingo und Sonja Rübener mit Carrera 2 RS,
Oliver und Claudia mit Felix und SC Targa,
Frank Hermann mit beiden Kindern und 912 E,
Olaf Brandes und Christina,
Klaus und Sabine Seewald,
Hans und Rosi Eberhard mit Carrera Cabrio und Carrera 2,
Detlef Wenzel mit Carrera Targa,
Peter Rossbach und Frau mit 912 E,
Kai Fricke mit Frau und Freunden mit Carrera Coupé und Carrera 2 Cabrio,
Thomas Delille mit Frau und SC Targa,
Dirk Wiora mit Frau und SC Coupé,
Harald Hawich mit Frau und Carrera Cabrio,
Jochen Wawer und Angelika mit Carrera Targa,
Andreas Vogt und Claudia mit Carrera Cabrio,
Harald Brüttner mit Frau und Carrera Coupé,
Rainer Will und Frau mit 2,4 E Targa,
Ulrich und Katrin Kämpfer,
Dirk Ulrich mit 911 Coupé,
Michael Thiemann mit Freundin und Carrera Coupé,
Horst Mankow mit Familie, mit 993 RS


Technorama Hannover 1997
27. und 28. September 1997
Hans-Georg Scholz

Wie schon im letzten Jahr mit Olaf Brandes abgesprochen, machte er auch dieses Mal auf der Technorama in Hannover die Standleitung. Mit unserem Rundschreiben haben wir bereits im Vorfeld "Freiwillige" für die Standbesetzung gesucht. Obwohl kaum jemand darauf reagierte, hat sich Olaf Seitz aus Bernburg für beide Tage (Samstag und Sonntag) gemeldet. Auch Oliver Weder hat seine Bereitschaft signalisiert.

Nach dem unglücklichen Ausstellen meines Carrera 2,7 Targa hat es sich gut gepasst, dass unser Mitglied Manfred Pawlowski seinen Carrera 2,7 Targa, Sondermodell "25 Jahre fahren in seiner schönsten Form", fast fertig restauriert hatte, und auch bereit war, seinen 11er auszustellen.

Freitagabend haben Olaf Brandes und ich den Stand in der Messehalle 24 aufgebaut. Das von Rainer und Heike Will erstellte Plakat "10 Jahre Porsche 911 Club Norddeutschland" haben wir natürlich auch aufgehängt.

Am Samstag haben Olaf Brandes und Olaf Seitz gemeinsam den Stand betreut. Verschiedene Clubmitglieder haben hereingeschaut. Auch kamen mehrere Anfragen von Interessierten.

Ich selbst konnte erst am Sonntag zur Messe. Hier haben Ralf Raschka, Jochen Wawer und Angela sowie Manfred Pawlowski mit Freundin vorbeigeschaut.

Attraktion war natürlich wieder das Formel 1 Rennen an unserem Stand, da sonst keine Fernseher auf den Ständen standen. Das obere rechte Bild gibt den Zulauf zur Zeit des Rennens wieder. Wir haben sogar noch unsere Sitzmöglichkeiten den Interessierten zur Verfügung gestellt. Das untere Foto zeigt den Clubstand 1997.

Um 16.00 Uhr war dann Standabbau.


Der lange Weg - eine kleine Geschichte rund um Porsche.
Detlef Wenzel

Wann genau ich beginnen soll, weiß ich nicht mehr so genau, aber so um 1975 wird es wohl gewesen sein. Ein Porsche 914/4 mit 80 PS hatte den Besitzer gewechselt, und ich war der stolze Eigner dieses auch heute noch hervorragenden Sportwagens.

Für die damalige Zeit war der Wagen nicht untermotorisiert und es machte sehr viel Spaß mit dem 914 durch die Gegend zu tingeln. Irgendwann kam leider die Zeit, wo die berufliche Karriere den Vorrang vor dem Vergnügen hatte. Der Porsche wurde verkauft und die Barschaft für Mietkosten in Berlin aufgebraucht.

Nach zweieinhalb Jahren intensiven Studiums stand der staatlich geprüfte Augenoptiker und -Meister der Allgemeinheit wieder zur Verfügung.

Nun gingen die Gedanken wieder in Richtung Automobil und die Frage, welche ja eigentlich keine war, welches Auto steht zur Diskussion?

Porsche und nichts anderes stand auf dem Programm. Meine Wunschvorstellung: 914/6 mit ca. 200 PS, nicht verbreitert, und rot musste er sein.

Nach längerem Suchen wurde ich in Stuttgart fündig (wo sonst). Gelb war er und leider auch ein wenig verbaut. Die Substanz war gut, das beste war der Motor, 2,4 S mit einer Schlürfanlage von Weber, mit besonderer Düsenbestückung, damit ging die Post richtig ab.

Da der 914 ein sehr geringes Eigengewicht hat, ist dass Verhältnis PS/Kg hervorragend gewesen. Nach erfolgter Restauration in einer Fachwerkstatt hatte ich einen Porsche so ganz nach meinem Geschmack.

Porsche war für mich damals der Inbegriff von Qualität, Überlegenheit und technischer Brillanz. Dies rührte bei mir sicher daher, dass ich ein glühender Anhänger des 24 Stunden Rennens von Le Mans bin und seit Anfang der Siebziger Jahre mit wenigen Ausnahmen dieses Rennen besucht habe.

Man hat mehr gejubelt als gelitten, die Siege von Porsche waren immer ein Zugewinn von Selbstwertgefühl, da man auf der Heimreise in einem Auto gleichen Namens saß.

Mit dem Gefühl ist das aber so eine Sache, wie heißt es doch, der Kunde ist Jöst...- äh... - König!

Zehn Jahre wurde dieses Auto gehegt und gepflegt bis ..., ja, bis dann ein Sinneswandel einsetzte und ich mir die Frage stellte, wieso fährst du nicht den 911er, die Form hat dir schon immer gefallen? Diese Überlegungen wurden noch unterstützt durch einen Modellbausatz eines 911 Targa, den ich anlässlich einer Weihnachtsfeier als Geschenk bekam.

Der Gedanke, auch mal meine Frau und meinen Sohn (noch passt er hinten rein) auf einer Tour mit dem Porsche mitzunehmen, bestärkte mich, jetzt kommt ein 911er ins Haus?

Der 914er wurde verkauft, was eine sehr spaßige Sache war, aber das ist eine andere Geschichte. Die Suche nach einem 11er Targa bis Baujahr '88 begann.

Nach etwa sechs Monaten wurde meine Geduld, ich hatte schon einige besichtigt, belohnt. Eine Anzeige in der AMS machte mir Hoffnung, endlich das begehrte Objekt zu finden - und so wahr es auch. In der Nähe von Salzgitter wechselte ein Porsche Targa, Bj. 6.88, 78.000 km, scheckheftgepflegt, in rot, mit Front- und Heckspoiler, nach zähen Verhandlungen den Besitzer.

Der bin nun ich, ach ja, Detlef Wenzel ist mein Name, und ich freue mich auf den Porsche 911-Club Norddeutsch-Land, wo ich neuerdings Mitglied bin.

Auf dem Treffen in Hankensbüttel zum 10jährigen Club-Jubiläum hatte ich die Möglichkeit, mich mit einigen Clubmitgliedern zu unterhalten, und es hat mir gefallen. Ich glaube, wir werden noch viel Spaß zusammen haben.

Beim Ausfüllen des Anmeldeformulars ist mir ein kleiner Fehler unterlaufen, ich habe wohl in der Euphorie mehr das gefühlte, als das tatsächliche Alter angegeben und bitte um Korrektur desselben in Baujahr 1951 - vielen Dank und tschüss bis bald bei einem Treffen.

Detlef Wenzel, Hamburg