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Porsche

911 Magazin
Ausschnitte aus der Ausgabe 1 - 1997

Die Zeitschrift des Porsche 911-Club Norddeutschland e. V.




Inhaltsverzeichnis:
Service - Klinik Porsche-Zentrum Braunschweig
Vogesen - Ausfahrt
Oldtimer - Grand - Prix 1996
Technorama Hannover 1996
An einem Samstag bei AGU

Herausgeber:
Porsche 911-Club Norddeutschland e. V.,
Am Katzenberg 7, 38530 Didderse,
Tel und Fax 05373 / 7185

V.i.S.d.P. und Layout: Hans-Georg Scholz

Bankverbindung:
Postbank Hamburg,
BLZ 200 100 20,
Konto 48 08 02-200


Service - Klinik des Porsche-Zentrums Braunschweig
am 20. April 1996
Ralf Raschka

Über den Zeitraum einiger Jahre hinweg, anfangs recht zaghaft, aber trotz allem immer wiederkehrend, stand der Wunsch unsere Clubaktivitäten irgendwann einmal dem Segen des Stammhauses zu unterziehen.

Nun, diese Hürde wurde ja gottlob mit einigem Pensum an Glück, jedoch vor allem wegen unserem konstanten Dasein als 911-Club, erfolgreich genommen.

Endlich stehen auch die Treffen unserer 911-Familie unter einem anderen Stern. Die Frühjahrsaktion, sozusagen als Einstieg in die Saison, war ein Service- und Klinik-Tag im Porsche-Zentrum Braunschweig.

Die Idee zum kostenlosen Frühjahrscheck für unsere Fahrzeuge kam vom Sportwagenzentrum Harz und Heide.

Die Aktion war zugleich auch ein Tag der offenen Tür. Werkstatt, Verkaufsräume, ja sogar das Ersatzteillager, mit den Herren Haverlah und Pohl, war einzusehen, und somit für viele von uns aus dieser Sicht Neuland.

Selbst die jeweiligen Gebietsvertreter des Werks für Vertrieb, Technik und Teile waren anwesend!

Das stetige Eintreffen der Besucher war fast ideal für den reibungslosen Ablauf in der Werkstatt. Fast sämtliche Serviceleistungen wurden im Beisein des Fahrzeughalters prompt und unentgeltlich durchgeführt. Fragen und Probleme am und zum Fahrzeug wurden somit vor Ort erläutert. Die Werkstattcrew stellte sich als sehr fachkundig und freundlich heraus.

Parallel dazu stand die ganze Modellpalette 911 zum Probefahren bereit, wobei Herr v. Nissen für jedwede Fragen zum Neuwagenprogramm zur Verfügung stand, bzw. die Schlüssel der zu fahrenden Fahrzeuge ausgab. Der Traum, den neuen Turbo einmal ganz in Ruhe zu fahren (und nicht nur zu bestaunen) wurde ohne viele Formalitäten plötzlich ganz einfach: Tür aufschließen, "fasten your seat-belt" und los geht´s - war die Devise. Targa, Cabrio, 4S - alle waren sie da, und alle greifbar.

Am Buffet, Kompliment an Frau Aster, war für alles gesorgt. Gab es schwache Knie beim Fahren, so war danach für jeden genug an der Tafel, um diese Energielücke aufzufüllen.

Beratung in technischen Fragen, Benzingespräche, Ratschläge jeder Art - Metier der Herren Minkoley und Herbst - sie waren beide stets für Antworten bereit!

Fazit: eine in allen Belangen gelungene Aktion. Herzlichen Dank nocheinmal im Namen aller 46 Teilnehmer an den Geschäftsführer, Herrn Jacob, und seinem Team!!


Frühjahrsausfahrt in die Vogesen
vom 16. bis 19. Mai 1996
Hans-Georg Scholz

Wie so oft zu Anreisen unserer Ausfahrten, hatten wir - Marion und ich - uns mit Anja und Holger sowie Dirk Ulrich in Seesen getroffen, um die Fahrt gemeinsam aufzunehmen. Auf drängen von Marion wir wieder mit dem Carrera Coupé - er ist ja so ruhig und komfortabel zu fahren (statt meinem geliebten, aber alten Targa), ideal zum Reisen - mein Bruder im Carrera Cabrio.

Wir waren so rechtzeitig gefahren, daß wir um 8.00 Uhr!! in Baden-Baden frühstückten, um anschließend durch den nördlichen Schwarzwald nach Thea und Franz-Hubert nach Kappel-Rodeck zu fahren. Franz-Hubert kannte unseren Zielort Itterswiller (zwischen Obernai und Selestat), so daß die beiden mit ihrem 2,2er Targa vorwegfuhren.

Im Hotel angekommen, waren Kathrin und Ulrich Kämpfer mit ihrem Turbo II bereits da. Nach Bezug der Zimmer und kurzer Pause, in den Nachbarort Dambach-la-Ville zu den Organisatoren dieser Ausfahrt, Jenny und Willi Knauer, zu fahren, was als Treffpunkt vorgesehen war. Allein diese Fahrstrecke durch Weinberge, kleine verwinkelte und urige Ortschaften, war schon ein Traum, was uns auf das Wochenende einstimmte.

Während des Kaffeetrinkens kamen dann auch Antje und Ralf Raschka mit dem SC Targa nach stressiger Anfahrt, leicht abgekämpft, an. Hier wurde über die jeweilige Anreise, aber auch in Willis Garage gestöbert und geklönt. Abends haben wir dann gemeinsam im Hotel eine landestypische Mahlzeit mit Flammkuchen als Nachspeise gegessen (beim Flammkuchen konnte ich mich nicht zurückhalten - lecker!!).

Am Freitag stand eine Ausfahrt durch die Vogesen auf dem Programm. Bei sonnigem Wetter trafen wir uns bei Willi. Über verschiedene Pässe und herrliche Nebenstraßen haben uns Jenny und Willi diese Ecke der Vogesen eindrucksvoll gezeigt. Wieder waren für meine Verhältnisse recht urige Ortschaften zu sehen, wo man teilweise meinte, die Zeit sei hier 500 Jahre zurückgeblieben!!

In Geradmer haben wir an einem See zu Mittag gegessen. Auf der Rückfahrt ereilte uns ein fürchterlicher Platzregen, der uns zwang, anzuhalten! Sichtweite kurzzeitig 10 Meter! Nördlich von Selestat haben wir dann die Vogesen verlassen, um auf dem schnellsten Weg wieder zurückzufahren. Am Abend stand eine Weinprobe in unserem Hotel an, welche einige zum Kauf reizte (Wir konnten die Kartons geradeso noch im 911 neben dem Gepäck unterbringen!).

Am Samstag sollte es schließlich zu einem touristisch bekannten Töpferdorf nahe Straßburg gehen. Leider meinte es Petrus mit uns überhaupt nicht gut - es goß in Strömen auf der Hinfahrt (und ich war froh im Coupé statt im undichten Targa zu sitzen!). Dort angelangt, haben uns (dem Club) Jenny und Willi einen Erinnerungsteller überreicht. Nachdem der Ort durchstreift war, hier waren tatsächlich Töpfergeschäft neben Töpfergeschäft mit einer unsagbar großen Auswahl, was besonders unsere weibliche Begleitung in helle Verzückung versetzte, haben wir uns bei trockenem Wetter auf die Rückfahrt begeben. Das Abendessen in unserem Hotel war einmal mehr großartig. Hier waren wir wirklich familiär und gut untergebracht - schon allein das Essen war sehr lecker! Der Abend wurde wieder sehr lang, es gibt bei Ausfahrten immer viel zu berichten.

Am Sonntag haben sich die meisten bereits frühzeitig auf den Heimweg begeben, was aber leider nicht vor lange Staus bewahrte.


Oldtimer - Grand - Prix 1996
8. bis 11. August 1996
Hans-Georg Scholz

Dieser Kurzbericht wird von mir vom Hörensagen wiedergegeben. Leider war niemand bereit, einen Bericht zu verfassen. Durch die Einschulung meiner Tochter konnte ich leider auch nicht dabei sein.

Es war ein verregnetes Wochenende (wie so oft in der Eifel), und die Unterbringung der Markenclubs war "hinter" der Rennstrecke mehr als bescheiden, ganz zu schweigen von den gebotenen Platz-/ Bodenverhältnissen, als daß tiefergelegte Fahrzeuge frühzeitig aufsetzten, Nägel und Scherben verstreut lagen, und alles sehr unwegsam war, zu guter letzt sehr trostlos aussah.

Die gesamte Organisation durch den AvD ließ den Anwesenden kein heimeliges Gefühl aufkommen, wobei Verantwortliche auch kaum zu finden waren, so daß auch unser zugewiesener Platz nicht wie früher als beliebter Treffpunkt galt, man traf sich entweder gar nicht oder zufällig. Niemand wollte sich hier länger als nötig aufhalten, welches den größten Unmut ausgelöst hat.

Obwohl im Vorfeld angekündigt, haben sich auch einige an den 10,- DM Gebühren bei der Einfahrt gestört, und sind so gar nicht erst auf den Platz gefahren.

Der Zugang zur Rennstrecke war relativ weit, somit auch kaum Besucher ins Markenclubareal vordrangen - höchstens sich hierher verliefen - eine äußerst bedauerliche Vorstellung.

Den Anwesenden hat es überhaupt nicht gefallen und eine Teilnahme im nächsten Jahr wurde bereits in Frage gestellt, wenn der veranstaltende AvD keine Änderungen herbeiführt.

PS: Den OGP 1996 haben im Nachhinein alle teilnehmenden Markenclubs beim veranstaltenden AvD heftig bemängelt. Es fand im Oktober 1996 ein gemeinsames Arbeitsgespräch der Clubverantwortlichen mit dem AvD in Frankfurt statt, wo die jeweiligen Punkte an- und durchgesprochen wurden, und Besserung oder Änderung vom AvD zugesichert wurde.


Technorama Hannover
7. und 8. September 1996
Olaf Brandes

Bei den Vorbereitungen zur Technorama gab es mit dem auszustellenden 911er eine kurzfristige Umstellung, so daß Hans-Georg seinen sicherlich optisch nicht sehr schönen Carrera 2,7 Targa, welcher noch vom letzten Nordschleifen-Besuch etwas mitgenommen aussah, zur Verfügung stellte.

Einige Tage vorher versuchten wir noch dem Lack mit Politur etwas Glanz abzuringen, was aber auf die Schnelle nicht gelang. Auch die ehemals polierten 7J und 8J x 15er Füchse haben bei der Tortur im Regen von Zandvoort das Glänzen verlernt.

Dieses ist einigen natürlich aufgefallen und entsprechend bemängelt worden. Jedoch konnte im Vorfeld auch niemand auf die Schnelle ein geeigneteres Fahrzeug zur Verfügung stellen.

Nachdem Hans-Georg und Ralf mit dem "Ausstellungsstand", verstaut auf Bus und Anhänger, am Freitagabend gegen 20.00 Uhr am Messegelände eintrafen, begannen wir drei zügig mit dem Aufbau, da um 21.00 Uhr die Hallen geschlossen wurden.

Aus Ralf seinem Fundus waren wieder der "Videoturm" vom letzten Jahr, ebenso wie die Trennwände dabei, die Tische und Stühle waren diesmal von stabilerer Bauart - man lernt ja.

Ralf kümmerte sich beim Veranstalter um einen Wandplatz für uns, so daß wir die vom Porsche-Zentrum Braunschweig zur Verfügung gestellten Fahnen und historische Bildtafeln gut befestigen konnten.

Zu guter Letzt wurde ein 925/12 Sportomatic - Getriebe von Hans-Georg als Anschauungsobjekt ausgestellt (nicht poliert und lackiert, sondern lediglich gereinigt nach dem Ausbau!). Es hat bei einigen Besuchern Erstaunen ausgelöst, daß es im 911 eine "Halbautomatik" je gegeben hat - aha.

Samstagmorgen ging es auch gleich los. Kaum wurden die Messetore geöffnet, wurde es auch schon voll an den verschiedenen Ständen. Wir, daß waren Dirk Ulrich, Rolf Wursthorn, Bruno Olivieri und ich, welche sich freiwillig zum Standdienst zur Verfügung stellten, konnten uns mit Interessierten ausgiebig unterhalten.

Am Sonntag erschienen dann Ralf, Hans-Georg, Oliver Weder und ich zum verabredeten "Standdienst". Wir konnten verschiedene Mitglieder im Laufe des Tages begrüßen wie z. B. Michael Bonk, Peter Hackbart, Horst Mankow usw..

Der Gaudi war aber dann ab ca. 14.00 Uhr das von uns auf dem Fernseher gezeigte Formel 1 Rennen in Monza, welches ja Michael Schumacher gewann, und wir natürlich sehen wollten. Die Zuschauer mehrten sich, bis zum Ende des Rennens sicherlich 40 Leute, wo dann große Freude über den Sieg von Michael herrschte. Zu diesem Zeitpunkt waren wir der bestbesuchteste Stand!

Den Abbau haben dann Hans-Georg und ich alleine vornehmen müssen, um nach dem Verstauen alles wieder abzufahren.

Wir werden mit Sicherheit im nächsten Jahr wieder dabei sein - es hat sehr viel Spaß bereitet und es wurden wieder interessante Kontakte geknüpft.


An einem Samstag bei "AGU"
Gerhard Görtz

Eine erlebte Reportage über meinen Freund und Mentor Wilfried A. aus Mühlheim, bei dem ich gelernt habe, was ein 911 S ist; besser gesagt: Es geht nichts über einen mechanischen Einspritzer. Ich denke, wer sie kennt, sind meiner Meinung.

Samstag, schönes Wetter, viele andere 911-Fahrer die ich kenne, und ständige Aufforderungen meinen "Elfer" endlich an die Sonne zu lassen, bewegten mich dazu, aktiv zu werden.

Schnell noch eben "synchronisieren" und ab geht die Post.

Doch es kam anders als ich dachte, denn der Griff zum Synchrontester ging ins Leere; hat sich doch mein Pit-Bull "Matt" (ein sehr lieber und friedlicher Hund!) das Werkzeug geschnappt und wollte mit mir spielen. Na ja, da Matt alles darf außer Beißen, versuchte ich ihm zu erklären, daß das, was er da machte, nicht in meinem Sinne ist. Doch das interessierte ihn nicht; er wollte spielen. Das Ergebnis war ein irreparables Werkzeug.

Egal, dachte ich. Einen Trumpf hatte ich ja noch - Wilfried.

Ohne einen Termin abzusprechen setzte ich mich in meinen Elfer und fuhr langsam und vorsichtig nach Mühlheim an der Ruhr, wo der "Herrscher der mechanischen Einspritzer" seine Porsche-Werkstatt hat.

Ich wurde von seinem Sohn Peter aufs herzlichste begrüßt. Man sprach über die schöne Zeit, als ich noch bei ihnen arbeitete, und was sich in den vergangenen 5 Jahren während meiner Abwesenheit so getan hatte. Einiges hatte sich geändert, aber die Freundschaft zwischen uns war die Alte geblieben.

Dann sah ich hinten in der Werkstatt "Agu" stehen. Er schraubte gerade einen 3,2er Carrera-Motor zusammen. Als er mich sah, stellte er sofort seine Arbeit ein und kam auf mich zu, um mich zu begrüßen.

Ich war so glücklich und fühlte mich selbstverständlich wie zu Hause. Außerdem wußte ich in diesem Moment, daß ich mit einem perfekt funktionierenden Porsche nach Hause fahren würde. Aber das war nur noch Nebensache.

Sofort wurden wir aktiv. RSR-Schrauben war angesagt, da Agu eingeladen war, an einer Oldtimer-Ausfahrt teilzunehmen.

Ich merkte gar nicht wie die Stunden vergingen. Als ich dann am Abend nach Hause fuhr, liefen der RSR und auch mein Porsche.

Alle waren zufrieden! Matt durfte wieder mal etwas kaputt machen - meine Birgit servierte mir sogar noch "Gambas in Kräutersoße" und unser Bullterrier-Mädchen "Baby" schaute wie immer verständnisvoll drein, hatte Herrchen doch einen Super - Porsche - Samstag.