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Porsche

911 Magazin
Ausgabe 1 - 1999

Die Zeitschrift des Porsche 911-Club Norddeutschland e. V.




Inhaltsverzeichnis:
Besuch des Otto-Räker-Museums
Rosso-Bianco-Museum Aschaffenburg
Weihnachtsfeier Jerxheim

Herausgeber:
Porsche 911-Club
Norddeutschland e. V.

Am Katzenberg 7
38530 Didderse
Tel 0 53 73 / 71 85

Bankverbindung:
Postbank Hamburg
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copyright Abgedruckte Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Wir behalten uns vor, eingereichte Beiträge zu kürzen. Für unverlangt eingesandte Manuskripte und Fotos o. ä. wird keine Haftung übernommen. Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck nur mit Genehmigung des Herausgebers mit voller Quellenangabe!



Besuch des "Otto-Räker-Museum" in Lemgo
Sabine Heider-Seewald

Hallo, hier bin ich mal wieder, Eure Sabine!

Diesmal besuchen wir den "Kleinen Lemgoer":

Start war am Sonntag, den 21. August um 9.00 Uhr in Hildesheim.

Aktionsliste:
Morgendliches Ritual (nur etwas schneller), Porsche aus seiner Garage, 15 km entfernt, holen, Tanken und nach Hildesheim fahren. Stress, und das am Sonntag!

Pünktlich erreichten wir den Treffpunkt und wurden bereits von Heike, Oliver, HG und Marion erwartet. Interessant: mit unserem, 3 rote Porsche!

Als roter Doppelpack folgten Jochen, Angela, Anja, Holger und Philipp, unser jüngster Teilnehmer. Somit nach Adam Riese: 5 rote Porsche.

Eigentlich wäre zu diesem Zeitpunkt jede andere Farbe als störend empfunden worden (ein Scherz).

Also machte sich unser roter Korso auf den Weg; über Landstraße war diese Anfahrt schon eine kleine Ausfahrt!

Wetterlage: bewölkt, nicht besonders warm für August, aber trocken. Ich würde sagen: Das optimale Wetter für eine Ausfahrt!

Nachdem wir unserem Ziel schon recht nahe waren, haben wir uns leider ein bisschen verfahren. Aber seit der Alpenausfahrt sind wir ja geübt im Umdrehen.

Es gesellten sich noch Renate und Ernst Riedel zu uns, die mit ihrem neuen hellblaumetallicfarbenen Cabrio unterwegs waren.

Ob Ihr es nun glaubt oder nicht: Wir haben das Otto Räker Museum doch noch gefunden. Zu unserer Entlastung sei gesagt: Es gibt keine Hinweisschilder zu diesem Museum.

Wie uns Dr. Räker mitteilte, sei ihm das Aufstellen von Schildern vom Ordnungsamt untersagt worden. Dazu kann ich nur sagen: Schön blöd, liebes Ordnungsamt!! So eine Attraktion wäre doch eine Bereicherung für diese Region.

Erwartet wurden wir von Dr. Otto Räker und einigen Clubmitgliedern. Nun konnten wir die Suche nach dem Kleinen Lemgoer aufnehmen. Ob uns Dr. Räker wohl dabei helfen konnte? Aber ja, er wusste wo wir den Kleinen Lemgoer finden können.

Und so sieht er aus: "hier Zeichnung eines Bollerwagens"!!

Vielen von Euch eher als Hand- oder Bollerwagen bekannt. Wir waren beeindruckt!!!!!

Nun aber zum wesentlichen Teil unseres Besuches:

- die Ausstellungshalle -

In ihr waren rund 30 Charakterstücke der Sportwagenfamilie Porsche untergebracht. Restauriert, poliert und fahrbereit!! Einfach eine Augenweide für jeden Betrachter. Bekannte Namen wie: James Dean, Hans Hermann, Graf Berghe von Trips, Edgar Barth, Lee van Cleef oder Vic Elfort. Sie fuhren diese Wagen, die Rennsportgeschichte geschrieben haben.

Mit von der Partie auch ausgewählte Stücke von Mercedes und BMW, aber auch ein paar Topolinos.

Jedes dieser Autos erzählte ein Stück Lebensgeschichte, die uns Dr. Räker eindrucksvoll nahebrachte.

Mit jeder seiner Geschichten wurde mir klarer: Nur jemand, der mit Liebe und Herzblut an diesen Fahrzeugen hängt, kann ihre Geschichte so wiedergeben. Ein weiteres Indiz für diese Leidenschaft war: Er würde nie ein Stück aus seiner Sammlung veräußern.

In der Sammlung befand sich auch der einzige Geländewagen mit zuschaltbarem Allradantrieb, der von Porsche jemals gebaut wurde. Es gab 70 Stück dieser Sonderentwicklung, die für die Bundeswehr gedacht war. Damals entschied man sich jedoch gegen die Einführung des Munga.

Die Ausstellung wurde bereichert von diversen Prospekten, Hochglanzkalendern, Miniaturfahrzeugen und alten Erinnerungsfotos vieler Rennveranstaltungen. Erwähnenswert ist auch das fundamentale Wissen über Antriebsarten, Motoren- und Fahrzeugtechniken, das Dr. Räker vielfach unter Beweiß stellen konnte.

Ohne seine Führung wäre der Besuch dieser Ausstellung vielleicht nur halb so schön gewesen – Dr. Räker – herzlichen Dank dafür!!!!

Wer Zeit und Lust hat, sollte dieses Museum ruhig einmal besuchen. Uns hat es sehr gefallen!! Nach einem Erinnerungsfoto und Eintragung ins Museumsgästebuch machten wir uns auf den Weg zum Wasserschloss in Lemgo, wo Claudia und Andreas einen Tisch bestellt hatten.

Unter Führung der Beiden erreichten wir das Mühlenrestaurant pünktlich zum Mittagessen.

Gestärkt wollten wir noch einen Blick auf das Schloss werfen und uns etwas die Beine vertreten. Den Abschluss machte noch eine Ausfahrt in Richtung Rinteln. Landschaftlich sehr ansprechend, und sogar die Sonne lachte. Das war ein schöner Sonntag im Herzen des Lipperlandes!

Etwas müde machten wir uns auf den Heimweg. Das Lipperland ist allemal eine Reise wert und wir werden die Heimat von Dr. Otto Räker, Claudia und Andreas bestimmt einmal wieder besuchen.

Bis zum nächsten Mal!!

Vielen Dank an Claudia und Andreas Vogt für ihren Einsatz - zur Nachahmung empfohlen!!

Eure Sabine


Ausfahrt zur "Rosso Bianco Collection" in Aschaffenburg
11. – 12.9.
Hans-Georg Scholz


Es war schon seit langem vorgesehen, eine Ausfahrt zu dem wohl größten Renn- und Sportwagenmuseum der Welt zu organisieren. Nun sollte es endlich soweit sein. Anlass: das 10-jährige Bestehen der "Rosso Bianco Collection" in Aschaffenburg in diesem Jahr!

Zum Automuseum:

1989 gegründet in einer ehemaligen Weberei. Es werden auf ca. 12.000 m², verteilt auf 5 Hallen, ca. 200 zum Teil sehr seltene oder sogar einmalige Straßen- und Rennsportwagen der Baujahre 1906 bis 1985 gezeigt. Im Bereich einzelner Marken ist die Sammlung oft die größte in Europa, zum Teil sogar in der Welt. Es gibt ständig Sonderausstellungen, wie zur Zeit die Wirtschaftswunderautos der 50er Jahre oder das Tretautomuseum. Dabei auch eine Auto-Kunstausstellung mit Gemälden, Reliefs und historischen Plakaten.

Adresse:

Rosso Bianco Collection - Art & Auto Forum, Obernauer Str. 125, 63743 Aschaffenburg, Tel. 06021/21358, Fax 20636, I-Net www.rosso-bianco.de

Gunter Loew aus Eschborn bot schon früher Hilfe bei einer Ausfahrt in den Großraum Frankfurt an. Diese nahm ich nun gern an. Als fast "ortsansässiger" sollte Gunter den Treffpunkt zum Mittagessen festlegen und für Sonntagvormittag eine kleine Ausfahrt vorbereiten.

Bereits im Vorfeld zeichnete sich eine schwache Beteiligung ab. Lediglich Franz-Hubert und Thea Friedmann, Jochen Wawer und Angela, Gunter Loew mit Petra und beiden Kindern sowie Marion und ich hatten sich angemeldet.

Die Anreise:

Sonnabendmorgen gegen 8.00 Uhr haben wir (mit dem Carrera 2,7 Targa) uns mit Jochen und Angela (Carrera Targa) in Salzgitter-Westerlinde verabredet.

Wir fuhren über die A 7 bis Fulda, hier auf die B 40 übergehend auf die A 66 bis zur Abfahrt Bad Orb, um dann über Kreisstraßen an Villbach - Wiesen - Jacobsthal - Sailauf vorbei nach Hösbach zu unserem Treffpunkt zu fahren, dem Whyber - Brau - Gasthaus, wo wir pünktlich gegen 11.40 Uhr eintrafen. Die Anfahrt durch den Spessart hat uns bei schönstem Wetter, und beide natürlich offen gefahren, schon sehr viel Spaß bereitet.

Der Treffpunkt:

Zu unserer Überraschung war auf dem ca. 50 m vorher gelegenen "Schlosshotel Die Weyberhöfe" große "Porsche-Vorstellung" - Gunter nach wohl die übliche Händlervorstellung vor der IAA, welche ja am 16. September ihre Pforten öffnen sollte.

Auch auf dem Parkplatz des Brauhauses überraschend viele Porsche - beim zweiten Blick alle mit Kennzeichen aus dem Bremer Umland - es waren die Teilnehmer des PC Roland, welche ebenfalls eine Ausfahrt zum "Rosso-Bianco Museum" unternahmen.

Dieses hatte ich einem früheren Rundschreiben des PCR entnommen und mit Michael Pogadl ein kurzes Treffen am Museum verabredet. Zufälligerweise hatten sie ebenfalls im Brau-Gasthaus eine Brotzeit gemacht. Bei unserer Ankunft waren Sie gerade im Aufbruch zum Museum. Nach der Begrüßung und kurzem "Hallo" setzten Sie ihre Fahrt zum Museum fort.

Franz-Hubert und Thea warteten bereits auf dem Parkplatz - Gunter kam kurz danach mit seiner Familie - wobei die beiden Jungs zielgerichtet auf den wirklich schönen Spielplatz des Lokals zusteuerten.

So hatten wir nun endlich einmal unser Mitglied Gunter Loew persönlich kennengelernt. Seit annähernd 10 Jahren bereits im Club, sollte es sich nie für ein persönliches Treffen vorher passen.

Nachdem wir im Biergarten gut gegessen hatten, hatten sich Angela, Marion und Thea dafür ausgesprochen, statt in das Museum in den "Park Schönbusch" zu gehen, welcher bereits 1776 als damals moderne Anlage eines englischen Parks angelegt wurde und heute mit zu den schönsten Anlagen Deutschlands gehört.

Da Marion und ich bereits am letzten Wochenende uns hier umgeschaut hatten, um einen reibungslosen Ablauf der Ausfahrt zu gewährleisten, haben wir nämlich einen ausführlichen Spaziergang in diesem Park unternommen, welcher uns sehr gefallen hatte.

Nachdem wir die drei dort abgesetzt hatten, fuhren wir zum Museum. Die Teilnehmer des PC Roland befanden sich noch im Museum.

Kaum ausgestiegen rief uns ein Mitarbeiter des Museums, welcher uns unschwer als Porsche-Fans erkannte, zu, dass ein 917 gerade in einen LKW verladen wird, welches wir uns natürlich nicht nehmen lassen wollten. Am Tor im rückwärtigen Teil der riesigen Halle angekommen, haben wir auch gleich einmal in diese hineingeschaut und neben dem besagten 917 einen Lamborghini Miura sowie andere Raritäten gesehen.

Im Museum konnten wir dann herrlich schöne Sport- und Rennwagen sowie Raritäten dieser Gattung besehen. Eine Aufzählung dieser würde hier absolut den Rahmen sprengen. Ich kann jedem Interessierten einen Besuch der Rosso-Bianco-Collection nur wärmstens ans Herz legen - es lohnt sich!!

Nach zwei Stunden Rundgang waren wir recht fußlahm. Gunter musste mit seiner Familie ebenfalls aufbrechen und wir verabschiedeten uns - bis zum nächsten Mal (aber nicht in 10 Jahren Gunter!!) - denn auch am Sonntag hatte er leider keine Zeit zu kommen.

Wir sind in den Park gefahren und haben mit unseren Frauen noch Kaffee getrunken, um dann über Bessenbach und Mespelbrunn zu unserer Unterkunft, dem "Spessarter Hof" in Hobbach, zu fahren.

Hier angekommen, haben wir uns nach dem Bezug unserer netten Zimmer draußen zum Abendessen gesetzt. Es gab neben Vorsuppe einen großartigen Grillteller und zu späterer Stunde noch ein großes Eis mit heißen Himbeeren - es war einfach lecker.

Wir waren uns einig, dass hier einige eine tolle Ausfahrt versäumt haben, zumal die Sonne bis in die Abendstunden den ganzen Tag schien.

Am nächsten Morgen sind Franz-Hubert und Thea wieder in Richtung Süden aufgebrochen. Angela und Jochen sind mit uns noch zum Wasserschloss in Mespelbrunn gefahren. Von hier aus sind die beiden dann Richtung Westen gefahren, um den ersehnten "Schottland" Urlaub anzutreten.

Als letztendlich Verbliebene einer Clubausfahrt des 911-Club Norddeutschland sind Marion und ich die vorgeschlagene Route von Gunter wie folgt gefahren:

an Weibersbrunn vorbei auf die B 26 nach Lohr, entlang des Mains nach Gemünden, um kurz vor dem Ort Richtung Norden zu fahren, über Burgsinn ins Sinntal in den Südrhön, weiter nach Bad Brückenau, um hier auf die A 7 zu kommen. Es war eine herrliche Rückfahrt - diese Strecke können wir wirklich weiter empfehlen - vielen Dank nocheinmal Gunter!!

Nur der Ordnung halber - auch an diesem Tag konnten wir schönsten Sonnenschein genießen!!


Weihnachtsfeier Heeseberg, Jerxheim
4.12.
Jochen Wawer

Da doch etwas mehr Teilnehmer erschienen als zunächst erwartet, wurden die kurzfristig zusammengestellten Tombola-Preise etwas knapp; der Organisator dieses Teils des Abends hatte aus Termingründen leider einen Tag vor der Veranstaltung abgesagt, und damit waren auch die vorgesehenen Preise leider nicht am Heeseberg anwesend.

Trotzdem war es nach meinem Eindruck für alle Beteiligten ein schöner Abend, insbesondere wenn eine Übernachtung gebucht war und damit keine Rücksicht auf noch anstehende Autofahrten genommen werden musste. Dies galt neben Angela und mir für Angelika und Gottfried Briest, Dagmar und Dieter Dittmann, Rosi und Hans Eberhard sowie Claudia und Andreas Vogt.

Aber auch der "fahrende Anteil" - Manuela und Harald Brüttner, Felicitas und Thomas Delille, Sabine und Volker Engelkes, Gabi und Helmut Grabenhorst, Anja und Holger Scholz, Marion und Hans-Georg Scholz, Oliver Schrader mit Heike - konnte zumindest die gute und vor allem reichliche Küche des Heesebergs genießen. Nur der phantastische Ausblick von der Gaststätte und vom etwa 50m daneben liegenden Aussichtsturm - am nächsten Morgen nach dem Frühstück bei etwas unfreundlichem Wetter genossen - entging ihnen leider.

Im "offiziellen" Teil gaben Hans-Georg und ich einen kurzen Jahresrückblick sowie einen Ausblick auf das, was uns clubseitig 2000 erwarten wird bzw. könnte. Hans-Georg ließ dabei durchblicken, dass er voraussichtlich nicht mehr als Vorsitzender zur Verfügung stehen wird.

Die Frühjahrsausfahrt wird uns an die Mosel führen (von Dirk Ulrich organisiert), der Kart-Cup wird fortgesetzt und auch sonst kündigt sich einiges an.